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LAG – Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg

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gefördert von der Heidehof Stiftung und der Lechler Stiftung

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Projekt Inklusionsbeobachtung und -begleitung


RESSOURCHENFRESSER IN BW - UNSERE SERIE // 05.2018

Auf der Suche nach Gründen, um die Inklusion kommt in Baden-Württemberg nicht vorankommt. Teil 1: Die Zwerg-Sonderschulen „Es gibt zu wenige Sonderpädagogen, wir können Inklusion leider nicht besser ausstatten“, hört man landauf landab. Wirklich?

Wir haben nachgerechnet: Immerhin gibt es noch so viele Sonderschullehrer, dass sich Baden-Württemberg 35 (öffentliche) Zwerg-Sonderschulen für „Lernbehinderte“ („Förderschulen“, Schülerinnen und Schüler mit dem Bildungsanspruch „Lernen“) leistet – Schulen mit um die 30 Schüler. In diesen Schulen sind immerhin 190 Sonderschullehrer, natürlich nicht alle mit vollem Deputat, beschäftigt. Die Zwergschulen haben, so die offiziellen Zahlen, insgesamt 756 Schüler in 81 Klassen. Durchschnittlich sind das 9 Schüler pro Klasse. Vielerorts sind es vor allem in den unteren Klassenstufen mangels Schülernachwuchs deutlich weniger. Fast alle dieser Schulen haben ungeachtet ihrer Größe, einen Rektor oder eine Rektorin. Auf vielen Homepages der Schulen werden übrigens deutlich höhere Zahlen als in der vom Kultusministerium veröffentlichten Schulstatistik genannt. Manche Schulen sind inzwischen sogar deutlich kleiner, das haben unsere Recherchen ergeben, als in der offiziellen Statistik aufgeführt. Nun will das Kultusministerium endlich eine Rechtsverordung zur Regionalen Schulentwicklung der Sonderschulen (offizieller Name: SBBZ) vorlegen, die sie seit Jahren vor sich herschiebt. Für alle anderen Schularten gibt es sie bereits. Für die Sonderschulen ist sie längst überfällig. Nur mit verbindlichen „Schließgrößen“/Mindestgrößen (wir sind gespannt, ob und wie diese eingeführt werden) kann auch die Schulverwaltung neben den Schulträgern eine Schule auflösen bzw. auslaufen lassen. Unverdrossen wurden in den vergangenen Jahren die freiwerdenden Rektorenposten der Zwergschulen wieder besetzt, also weiterhin Schulleitungsbesetzungverfahren durchgeführt – wohlwissend, dass man diese Rektoren, auch wenn sie nach einer Schulschließung evtl. keine Leitungsfunktion mehr innehaben, weiterhin auf dieser Besoldungsstufe bezahlen muss. Zur Einordnung: Schulen für „Lernbehinderte“ (früher auch “Hilfsschulen“ genannt) gelten als „deutsche Erfindung“. Fast überall auf der Welt werden Kinder, die sich mit dem Lernen aus unterschiedlichen Gründen schwertun, in den allgemeinen Schulen gefördert. Mehr zur Kritik an den Lernbehinderten-Schulen hier: http://inklusionsfakten.de/die-foerderschule-fuer-lernbehinderte-ist-sinnvoll/ Zu den Zahlen: Quelle: http://km-bw.de/Schuladressdatenbank

Die „Schüler-, Lehrer- und Klassenzahlen beruhen auf Daten der letzten amtlichen Schulstatistik (Ende Januar)“ hat uns das Kultusministerium/Pressestelle auf Anfrage mitgeteilt. Nach unseren eigenen Recherchen sind aber bereits drei Schulen mangels Schüler aufgelöst worden, siehe unsere Anmerkungen.
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JAHRESBERICHT // 03.2018

UNSER ERSTER JAHRESBERICHT Nach einem Projektjahr haben wir einen ersten Jahresbericht verfasst, den Sie hier finden.
Was wir Tag für Tag im Projekt machen, finden Sie immer auf unserer sspeziellen facebook-Pojektseite: www.facebook.com/InklusionBW

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„Inklusionsbeobachtung und -begleitung in Baden-Württemberg“
LAG BW „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ e.V. startet neues Projekt

Presseerklärung vom 3.4.2017
„Inklusionsbeobachtung und -begleitung“ heißt das neue Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ e.V.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird aus Fördermitteln der Lechler Stiftung und der Heidehof Stiftung unterstützt. Die LAG BW GLGL möchte hiermit die Umsetzung der Inklusion, vor allem im Bildungsbereich, kritisch beobachten und begleiten. Projektleiterin ist Kirsten Ehrhardt, die schon drei Jahre lang als Elternberaterin für die LAG BW GLGL tätig war.

„Wir werden uns zum Beispiel genau anschauen, wie Schulämter Inklusion öffentlich darstellen, wie sie Eltern über ihr Wahlrecht beraten und wie ernst sie die Aufgabe nehmen, dass Inklusion Aufgabe aller Schulen und Schularten ist. Wir geben den Ämtern Rückmeldungen aus der Sicht und aufgrund der Erfahrungen von Eltern und möchten mit ihnen konstruktiv ins Gespräch kommen.“

Auch die Rolle der Sozial- und Jugendämter bei der inklusiven Beschulung nimmt das Projekt in den Blick. Hierfür nutzt die LAG BW GLGL auch die Erfahrungen ihrer 17 örtlichen Initiativen, ihrer Einzelmitglieder und der vielen Eltern, die sie in den vergangenen Jahren beraten hat.

Im Projekt geht es auch darum, wie Inklusion in der Öffentlichkeit und in den Medien dargestellt wird. Auch hier möchte die LAG BW GLGL genau hinschauen. „Nicht alles, was Inklusion genannt wird, ist auch wirklich Inklusion“, sagt Kirsten Ehrhardt. Außerdem untersucht die LAG BW GLGL im Rahmen ihres Projektes, was Parteien und Politiker in Baden-Württemberg tun, um Inklusion weiter voranzubringen.

Das Projektteam besteht aus Kirsten Ehrhardt, Juristin, Journalistin und selbst Mutter eines Sohnes mit Behinderung, und aus Daniela Ehrentraut und Sarah Heizmann, die sie im Büro der LAG BW GLGL unterstützen. Projektpate ist Gerd Weimer, der ehemalige Landesbehindertenbeauftragte aus Tübingen, mit dem sich das Team regelmäßig austauschen, die Projektschritte reflektieren und weitere überlegen wird.

Das Projekt wird fortlaufend hier sowie auf der facebook-Seite www.facebook.com/InklusionBW/ abgebildet.

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