LAG - Gemeinsam leben - gemeinsam lernen

LAG

LAG – Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg

Gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V.

GEMEINSAM FÜR INKLUSION!

Dort leben und lernen, wo andere Kinder es auch tun – das ist eine der Grundideen der Inklusion und gleichzeitig das Anliegen unseres Vereins. Als Elterninitiative möchten wir die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen voranbringen.

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Inklusive News



07/2016
ENTTÄUSCHEND
findet die LAG BW Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V., dass die Stelle des Landesbehindertenbauftragten jetzt wieder als Ehrenamt ausgeschrieben wurde.

Während das Land die Einstellung hauptamtlicher Behindertenbeauftragter in den Kommunen sogar finanziell fördert und sich die neue Landesregierung gerade erst in jedem Ministerium diverse neue gut dotierte Stellen "gegönnt" hat, will sie weiterhin keinen hauptamtlichen Landesbehindertenbeauftragten haben.

Dabei hat Gerd Weimer in den vergangenen fünf Jahren mit seinem unermüdlichen und engagierten Einsatz doch eindringlich gezeigt, dass es sich bei diesem Amt um einen anspruchsvollen Fulltime-Job handelt, der dringend in eine bezahlte Tätigkeit umgewandelt und aufgewertet werden muss.

Dazu Kirsten Ehrhardt, für die LAG BW GLGL Mitglied im Landesbehindertenbeirat: "Für mich steckt in der Ausschreibung wieder viel altes Denken: Um die "armen Behinderten" kann man sich auch nebenbei im Ehrenamt kümmern. Dabei geht es doch ganz zentral um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in allen Lebensbereichen und darum, wie Baden-Württemberg seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen gerecht werden will. Ich frage mich außerdem, wie das Land seine Kommunen künftig noch motivieren will, wegen der Wichtigkeit und des Umfangs der Aufgabe ihre Behindertenauftragten fest anzustellen, wenn es selbst dazu nicht bereit ist? Hier hat Baden-Württemberg  - wieder einmal - eine wichtige Chance vertan."

Last not least: Heute wird in Stuttgart ja ausführlich über die "geheimen" Nebenabsprachen und vereinbarten Mehrausgaben des Koalitionsvertrages diskutiert. In diese auch das Gehalt eines Landesbehindertenbeauftragten einzustellen, daran hat offenbar keiner der beteiligen Politiker der Grünen oder der CDU gedacht...


07/2016
„SCHULBEGLEITUNG als Beitrag zur Inklusion“ heißt eine neue Publikation der Baden-Württemberg-Stiftung.
Die Broschüre enthält eine Bestandsaufnahme und – besonders interessant – eine Rechtsexpertise, die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Familienhilfe und Jugendrecht aus Heidelberg erstellt haben.

Die Broschüre kann man downloaden oder als Druckversion kostenlos bestellen:
https://www.bwstiftung.de/publikationen/?tx_news_pi1%5Bsubject%5D=Schulbegleitung+als+Beitrag+zur+Inklusion&tx_news_pi1%5BoverwriteDemand%5D%5Bcategories%5D%5B%5D=&tx_news_pi1%5BoverwriteDemand%5D%5BcategoryConjunction%5D=and&tx_news_pi1%5BoverwriteDemand%5D%5BinitialRestriction%5D=S-T-U


07/2017
WOHN:SINN - so heißt die neue bundesweite Online-Plattform für inklusives Wohnen: http://www.wohnsinn.org/
Hier auch ein Artikel darüber in der SZ:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wohnsinn-wo-menschen-mit-und-ohne-behinderung-zusammenleben-1.3060963


07/2016
PETITIONEN BTG - Inzwischen gibt es weitere Petitionen, um eine Nachbesserung des Entwurfs zum Bundesteilhabegesetz zu erreichen.

Einmal der Lebenshilfe:

www.change.org/p/teilhabe-statt-ausgrenzung-von-menschen-mit-geistiger-behinderung?source_location=petition_footer&algorithm=promoted&grid_position=1

Und von autismus Deutschland:
https://www.change.org/p/autismus-deutschland-bundesteilhabegesetz-nachbessern

07/2016
RADIOBEITRAG - Das Thema Inklusion stand in diesem Jahr auch im Mittelpunkt des Schulrechtstages in Berlin. Hier ein Radiobeitrag, der das „deutsche Dilemma“ sehr gut auf den Punkt bringt:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/06/30/4_deutsche_schulrechtstag_in_berlin_dlf_20160630_1445_80851fa8.mp3

07/2016
LIVE IM LANDTAG -  Über „Qualitätssicherung im Zusammenhang mit der Inklusion“ will der Landtag am 13.7. diskutieren (übertragen im Livestream). Grund ist diese Anfrage der FDP (LT-DS 16/3):
http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/0000/16_0003_D.pdf

07/2016
BUCHTIPP - "Inklusion kann gelingen" heißt eine neue Publikation der Bertelsmann-Stiftung. Befragt wurden die Preisträger des Jakob-Muth-Preises 2009-2015, was gute schulische Inklusion ausmacht. Sieben Merkmale haben sich herauskristallisiert und werden vorgestellt.
www.bertelsmann-stiftung.de/index.php?id=5641&mid=923&aC=3d03e8de&jumpurl=13

06/2016
BUCHTIPP
„Der bunte Hund im Haus“, heißt die wissenschaftliche Untersuchung von Katharina Müller, Professorin an der Hochschule Mannheim. Sie hat sich in einem Forschungssemester mit „Perspektiven auf Gelingensbedingungen und Hemmfaktoren für inklusive Bildung in Baden-Württemberg“ beschäftigt. Die spannenden Ergebnisse ihrer Arbeit sind jetzt im Beltz-Verlag erschienen:

https://www.beltz.de/de/fachmedien/paedagogik/buecher/produkt_produktdetails/32675-der_bunte_hund_im_haus.html

06/2016
UND IMMER WIEDER: BTG
Für alle, die etwas gegen den derzeitigen Entwurf zum Bundesteilhabegesetz tun wollen:

http://www.der-paritaetische.de/bthg/infosammlung/

06/2016
FILMTIPP
„Uma und ich – Glück, Schmerz und Behinderung“ ist ein besonderer Film, den man in der WDR Mediathek sehen kann. „Als Mutter eines behinderten Kindes bewundern mich andere Leute oft, ich werde auf einen Sockel gestellt. Wie ich das wohl alles schaffen würde und wo ich all die Kraft hernehme, werde ich gefragt. Aber auf diesem Sockel ist es einsam“, hat Tabea, Filmemacherin und Mutter von Uma, einem Mädchen mit einem extrem seltenen Gen-Defekt, einem Interview gesagt:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/menschen-hautnah/video-uma-und-ich---glueck-schmerz-und-behinderung--100.html

06/2016
POSITIONIERUNG DES HANDWERKS
Interessante Aspekte zum Thema „Arbeit“ finden sich im Positionspapier des baden-württembergischen Handwerks zur Inklusionspolitik:

http://www.handwerk-bw.de/fileadmin/media/bwht-positionspapiere/bwht-positionspapier-inklusion.pdf

06/2016
INKLUSIVER ARBEITSMARKT STATT SONDERSTRUKTUREN
Inklusiver Arbeitsmarkt statt Sonderstrukturen: Das Deutsche Institut für Menschenrechte aus Berlin fordert die Bundesregierung auf, den allgemeinen Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zugänglicher zu machen und über die Zukunft der Werkstätten offen zu diskutieren.

Ein spannendes Positionspapier vom Juni 2016:

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/POSITION/Position__Inklusiver_Arbeitsmarkt_statt_Sonderstrukturen.pdf

Das Papier gibt es auch in leichter Sprache:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/POSITION/Position_Leichte_Sprache_Wie_soll_die_Arbeit_sein_fuer_Menschen_mit_Behinderung.pdf

06/2016
SAARBRÜCKER ERKLÄRUNG - Auf ihrem Treffen, bei dem das neue BTG im Mittelpunkt stand, verabschiedeten die Bundes- und die Landesbehindertenbeauftragten die sog. „Saarbrücker Erklärung:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/33907/Menschenrechte---Handlungsmaxime.htm

06/2016
HENRI, DIE INKLUSION UND DIE FLÜCHTLINGE: http://www.fluter.de/de/154/thema/14194/

06/2016
JEDE IDEE KANN UNS NÄHERBRINGEN - Lust auf einen schönen kleinen Film? https://www.youtube.com/watch?v=NJbAjxkaxnA
Bei dem Film „Die neuer Nähe“ der Aktion Mensch hat auch das „LAG-Mitgliedskind“ Julia mitgewirkt. Sehenswert, finden wir!

Das Papier gibt es auch in leichter Sprache:

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/POSITION/Position_Leichte_Sprache_Wie_soll_die_Arbeit_sein_fuer_Menschen_mit_Behinderung.pdf

06/2016
"NICHT ANGEMESSEN" - KRITIK AUS BERLIN AN KOALITIONSVERTRAG BW -
Anlässlich der jüngst beschlossenen Koalitionsverträge in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eine aktuelle Auswertung dazu veröffentlicht, ob die Koalitionsverträge der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in einigen zentralen Aspekten Rechnung tragen.

Ihr Resümee: "In Rheinland-Pfalz ist es sehr überzeugend gelungen, die Gleichstellung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen als Querschnittsaufgabe in vielen Handlungsfeldern aufzugreifen. Dagegen hat die Monitoring-Stelle mit Bedauern festgestellt, dass die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt den Rechten von Menschen mit Behinderungen keinen angemessenen Stellenwert in ihren Regierungsprogrammen einräumen. Sie kritisiert beispielsweise, dass das Erreichen von Inklusion in wesentlichen Lebensbereichen (Wohnen, Bildung, Arbeit) nicht hinreichend als Ziel aufgegriffen wird und die Prüfun
g landesrechtlicher Reglungen hinsichtlich ihrer Vereinbarkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention nicht als Vorhaben formuliert wird."

Mehr als peinlich für grün-schwarz...
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/meldung/article/nach-den-landtagswahlen-in-baden-wuerttemberg-rheinland-pfalz-und-sachsen-anhalt-monitoring-stelle/

Zur Auswertung:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-brk/monitoring/koalitionsvertraege/

05/2015
IMPULSE INKLUSION - „Neue Wege des Miteinanders gestalten“ – unter diesem Motto hat das Sozialministerium auch in diesem Jahr wieder das Förderprogramm „Impulse Inklusion“ aufgelegt. Gefördert werden Projekte, die besonderen Modellcharakter für die zukünftige Gestaltung Baden-Württembergs haben. Bewerbungsschluss ist der 15.7.2016.

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/menschen/menschen-mit-behinderungen/foerderprogramme/projektfoerderung-impulse-inklusion/


05/2016
ZWEI INTERESSANTE AUFSÄTZE - Douglas und Huw Ross aus Berlin machen uns auf zwei ihrer Aufsätze aufmerksam:

" Der erste handelt von der *“personal Advocacy”* (in Neuseeland und vielleicht hier in Deutschland…). Wir haben über längere Zeit bei glgl darüber diskutiert. Wir haben Hinweise auch auf Schweden und Österreich aufgenommen, und die Frage mit-verknüpft, wer für “unsere Leute” auf die Umsetzung der BRK schaut, wenn es uns als Eltern - und eventuell als Familien - nicht mehr gibt. Gerade die Frage der unterstützten Entscheidungsfindung aus der BRK und aus dem General Comment No.1 dazu hat große Bedeutung für uns, da sie das komplexe Thema der rechtlichen Betreuung in Deutschland berührt. Wie können wir diese Frage unter uns diskutieren? Im Rahmen unserer Mitarbeit in der Koordinierungsgruppe der brk-Allianz haben Huw und ich uns für die Änderung des Betreuungsrechtes von “ersetzender Entscheidungsfindung” hin zu “assistierter Entscheidungsfindung” im Betreuungsrecht ausgesprochen. Im Aufsatz gehen wir auf diese Frage näher ein. Der Aufsatz heisst: "Persönliche Anwaltschaft und unterstützte Entscheidungsfindung für Menschen mit Behinderungen" und ist in Gemeinsam leben 2/2016 erschienen.

Der zweite Aufsatz ist eine *Kritik der Handhabung der so genannten “Leichten Sprache”*. Aus unserer Sicht ist die so genannte Leichte Sprache kein Beitrag zur Barrierefreiheit. Wir beschreiben inhaltliche Fehler, die wir gesehen haben, und machen Vorschläge, wie man verständliche Sprache schreiben kann. Der Aufsatz “Barrierefreiheit und die so genannte Leichte Sprache. Kritische Anmerkungen zum System der Leichten Sprache” ist in der Zeitschrift Erwachsenenbildung und Behinderung (ZEuB) April 2016 (Ss.11-19) erschienen."

05/2016
STELLUNGNAHME ZUM BTG - auch die BAG Unterstützte Beschäftigung hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf abgegeben. Da auch uns das Thema "Arbeit", vor allem echte Alternativen zur Werkstatt, sehr am Herzen liegt, veröffentlichen wir ihn hier:
Stellungnahme

05/2016
FLAGGE ZEIGEN ZUM BTG - Der Deutsche Behindertenrat hat gemeinsam mit anderen Fachverbänden und der Bundesbehindertenbeauftragten „Sechs gemeinsame Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz“ veröffentlicht, um jetzt politisch „Flagge zu zeigen“. Die Forderungen sind veröffentlicht unter:
http://www.deutscher-behindertenrat.de/ID182110

Auch die LAG BW GLGL hat sich auf die lange Unterstützerliste setzen lassen.

05/2016
SEHR LUSTIG - Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung präsentierte der Kölner Verein mittendrin seinen neuen Inklusions-Spot "Sandkasten-Liebe":
https://www.youtube.com/watch?v=Ql80Wn11ZyE&feature=youtu.be

05/2016
PRESSEERKLÄRUNG ZUM KOALITIONSVERTRAG -
Wir werden ganz genau hinschauen!
Die Inklusion im neuen Koalitionsvertrag

Auch die Inklusion hat es auf Seite 33 in den grün-schwarzen Koalitionsvertrag geschafft.

"Inklusive Bildung stärken" ist die Überschrift. "Wir werden ganz genau hinschauen, ob das auch wirklich in den nächsten fünf Jahren geschieht", sagt Claudia Heizmann, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" e.V.

Die LAG BW GLGL begrüßt, dass inklusive Bildungsangebote "auch unter Ressourcengesichtspunkten" gleichberechtigt neben den Sonderschulen stehen. "Damit ist klargestellt, dass inklusive Klassen nicht länger schlechter ausgestattet werden dürfen als zum Beispiel die Außenklassen der Sonderschulen."

Dass die Regierung, wie schon die grün-rote Vorgängerregierung, weiter das "Zwei-Pädagogen-Prinzip" betont, "wo es fachlich sinnvoll und möglich ist", ist aus LAG-Sicht irreführend. Weiterhin wird es in der Regel nur möglich sein, dass Sonderpädagogen stundenweise in inklusiven Klassen eingesetzt werden. "Es kommt darauf an, dass die allgemeinen Schulen inklusive Schulkonzepte entwickeln und sich zu ihrer eigenen Verantwortung für alle Kinder bekennen", so Claudia Heizmann, "hier hätten wir uns mehr Klarheit und Ehrlichkeit gewünscht."

Sprachlich nicht geglückt ist der Koalitionsvertrag bei der Formulierung, dass die Schulverwaltung inklusive Bildungsangebote "vorhält". Sie muss sie vielmehr entsprechend der Elternwünsche für die Kinder passgenau entwickeln. Denn darauf haben alle Kinder mit Behinderung einen gesetzlichen Anspruch, den der Koalitionsvertrag ebenfalls betont. Auch der Zusatz "ressourceneffizient" ist irreführend, weil Inklusion in Baden-Württemberg unter keinem Ressorcenvorbehalt steht. Die Formulierungen im Schulgesetz dazu sind viel enger gefasst.

"Es darf keine Inklusion nach Kassenlage geben", betont Claudia Heizmann, "Kosten dürfen nicht gegen ein Menschenrecht ausgespielt werden".

Völlig unzureichend sind für die LAG BW GLGL die Aussagen zur beruflichen Bildung. Hier ist lediglich von einer "verbesserten Durchlässigkeit" der Systeme die Rede. Dringend nötig sind inklusive Angebote im Übergang in den Beruf, die bislang noch fehlen.

04/2016
DISKRIMINIERUNG IN D: In Berlin wurde jetzt die Studie „Diskriminierung in Deutschland vorgestellt:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Aktuelles/DE/2016/20160419_PK_Umfrage.html;jsessionid=3D421CC6737B26279229E95EB101160D.2_cid332

Dazu Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen: „Insgesamt 7,9 Prozent der Bevölkerung berichten von Diskriminierung wegen einer Behinderung oder Beeinträchtigung. Und von den Menschen, die eine Behinderung oder Beeinträchtigung haben, erlebte knapp ein Viertel (24,4 Prozent) in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung. Von einer inklusiven Gesellschaft sind wir leider noch weit entfernt.“

04/2016
PRIVATE SCHULEN UND INKLUSION - Am 1.8.2016 tritt der neue § 15 IIa SchulG in Kraft, der es ermöglicht, dass auch Lehrkräfte der privaten Sonderschulen (SBBZs) in inklusiven Klassen staatlicher allgemeiner Schule zum Einsatz kommen. Zur genauen Ausgestaltung hat das Kultusminsterium mit der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen eine Rahmenvereinbarung geschlossen.
Rahmenvereinbarung
Landtagsdrucksache

04/2016
INKLUSIONSVERORDNUNG - Inzwischen ist auch die "Verordnung des Kultusministeriums über die Feststellung und Erfüllung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot" (SBA-VO) fertig und bereits am 8.3.2016 in Kraft getreten.
Verordnung

04/2016
CAUSA-TAGESSPIEGEL: Eine interessante Diskussion läuft bei „Tagesspiegel Causa“, dem neuen Portal des Tagesspiegels „für Argumente und Zusammenhänge“. „Wie lässt sich Inklusion in Deutschland umsetzen?“ heißt die Fragestellung, zu der sowohl die Frankfurter Rechtsanwälte Dr. Marcus Funke und Dr. Stefanie Valta, mit denen GLGL seit Jahren zusammenarbeitet, als auch Kirsten Ehrhardt um einen Beitrag gebeten worden sind. Hier kann man sie lesen:https://causa.tagesspiegel.de/wie-lasst-sich-inklusion-in-deutschland-umsetzen

3/2016
INKLUSIONSBEDINGTE UMBAUTEN - Eine Verwaltungsvorschrift konkretisiert jetzt das Gesetz zum Ausgleich kommunaler Aufwendungen für die schulische Inklusion und regelt, wann das Land die Kosten z.B. für Umbauten übernimmt:
http://bildungsklick.de/pm/95480/inklusion-land-uebernimmt-kosten-fuer-inklusionsbedingte-umbauten-an-schulen/
Die Verwaltungsvorschrift gilt rückwirkend seit 1.8.2015.

03/2016
KRITIK vom DIM - 7 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Das Deutsche Institut für Menschenrechte in Berlin kritisiert die mangelnde Umsetzung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/pressemitteilung-7-jahre-un-behindertenrechtskonvention-institut-kritisiert-mangelnde-umsetzung-d/

03/2016
LEITLINIEN für die Ausgestaltung inklusiver Bildungsangebote hat das Kultusministerium formuliert. Damit künftig kein Schulleiter sagen kann, er habe ja gar nicht gewusst, wie man das macht und niemand habe ihm das je erklärt ...
Leitlinien

03/2016
KLAR KONVENTIONSWIDRIG - So kritisiert der Leiter der Monitoringstelle des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Dr. Valentin Aichele, die Entwicklung der Inklusion ind Deutschland, vor allem in der Schule. Ein lesenswertes Interview, in dem er auch klare Worte zu dem von Poltikern immer wieder betonten "Elternwahlrecht" spricht:
http://www.news4teachers.de/2016/03/un-berichterstatter-aichele-kritisiert-die-entwicklung-der-inklusion-in-deutschland-als-klar-konventionswidrig/

03/2016
STELLE BEIM ZSL - Das ABS-Zentrum Selbstbestimmt Leben e.V. Stuttgart hat eine Stelle ausgeschrieben:
Stellenausschreibung

03/2016
NOCH MEHR WAHLPRÜFSTEINE
- Auch der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung hat Wahlprüfsteine u.a. zum Thema Inklusion veröffentlicht. Auch sie sind sehr aufschlussreich:
Wahlprüfsteine

03/2016
GEGENENTWURF - "Politik gegen Aussonderung e.V." hat einen Gegenentwurf zum Bericht der Bundesregierung an den UN Fachausschuss für die BRK erstellt.
Man kann ihn noch bis zum 11.3. unterstützen und unterschreiben:

http://www.politik-gegen-aussonderung.net/index.php/gegenentwurf-zur-stellungnahme-von-bund-laendern-und-kmk-an-das-buero-des-hochkommissars-fuer-menschenrechte-in-genf/petition-unterzeichnen

02/2016
UNSERE STELLUNGNAHME zum Anhörungsentwurf der "Inklusionsverordnung" haben wir dem Kultusministerium übermittelt.
Hier ist sie:
Stellungnahme

02/2016
PETITION - Eltern müssen in ganz Deutschland immer wieder um die Teilnahme ihrer Kinder mit Behinderung an offenen Ganztagsangeboten der Schulen kämpfen. Eine Gesetzesänderung muss her, sonst stehen "Wahlmöglichkeiten" zwischen Sonder- und allgemeinen Schulen nur auf dem Papier:
https://www.change.org/p/lahn-dill-kreis-frau-andrea-nahles-teilhabe-zweier-behinderter-kinder-am-offenen-ganztag-der-grundschule?recruiter=481418158&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

02/2016
INKLUSION JETZT! heißt das neue Buch von Wiltrud Thies, "ein Kompass zur Schul- und Selbstentwicklung in der Grundschule". Aus dem Klappentext: Von der inneren Haltung bis zur konkreten Unterrichtsorganisation: Navigieren Sie Ihr Schulschiff sicher in den Hafen der inklusiven Grundschule!
Info

02/2016
SUPERHELDIN GEGEN GEWALT - Das ist der Name einer Kampagne des bff (Bundesverband Frauenbveratungsstellen und Frauennotrufe), in der es darum geht, Frauen mit Behinderung zu stärken. Ein Element der Kampagne ist diser Comic-Erklär-Film, den es unter anderem in Leichter Sprache und mit Gebärdensprachdolmetschung im Internet gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=sX5gD7l4eG8.

Den Blog zum Film gibt es unter www.superheldin-gegen-gewalt.de

02/2016
E-PAPER der FES-Veranstaltung u.a. mit Kirsten Ehrhardt: "Inklusion ist das Ziel – Wie gelingt die Umsetzung?" war der Titel unserer Fachkonferenz im November vergangenen Jahres in Mannheim. Über 160 Personen aus den Bereichen Schule, Wissenschaft, Politik sowie Lehrer- und Elternvertretung nahmen an der Veranstaltung teil. In diesem E-Paper sind die Ergebnisse der Konferenz zusammengefasst:
http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/12313.pdf

Anklickbar ist hier auch der Beitrag unserer Projektleiterin Kirsten Ehrhardt in der Diskussionsrunde:
https://www.youtube.com/watch?v=AROaa7kDIhA&feature=youtu.be

02/2016
ANHÖRUNGSENTWURF INKLUSIONSVERORDNUNG - Der Anhörungsentwurf für die "Verordnung über sonderpädagogische Bildungsangebote - SBA-VO", mit der das neue Schulgesetz konkretisiert wird, liegt jetzt vor. Da die LAG BW GLGL auch zu den anzuhörenden Verbänden gehört und bis 1.3. eine Stellungnahme abgeben wird, sind wir für Rückmeldung inklusionbewegter kritischer LeserInnen dankbar. Bitte an: beratung@lag-bw.de
Anhörungsentwurf



01/2016
AUSSENBLICK - Guter Artikel in der Neuen Züricher Zeitung über Inklusion in Baden-Württemberg:
http://www.nzz.ch/international/deutschland-und-oesterreich/nicht-alles-inklusive-ld.4508



01/2016
INKLUSIONSCOACHES MIT BEHINDERUNG - das ist ein wirklich interessantes Projekt in Köln: Menschen mit Behinderung werden als Inklusionscoaches ausgebildet. "Inklusion an Schulen fördern und gleichzeitig Schwerbehinderte in Arbeit bringen: Diese Idee steckt hinter dem Projekt der Inklusionscoaches in Köln. Das Projekt ist deutschlandweit laut der Bundesagentur für Arbeit das erste seiner Art. Am 1. Mai 2015 hat das Modellprojekt begonnen, mit dem neun Stellen für Schwerbehinderte geschaffen wurden. Seit Juli arbeiten sie als Inklusionsberater an Kölner Schulen. Aktuell machen elf Einrichtungen mit. Bis Mai 2018 sind die Mittel gesichert. Mit Hilfe der Uni Köln wird das Projekt evaluiert."
Lesen Sie den ganzen Artikel:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.inklusion-in-der-schule-die-bessermacher.2f744745-ed35-4a03-bd1f-6428a19a038d.html



01/2016
MOBILITÄTS-SCOUTS GESUCHT - Um die Barrierefreiheit auf den Fernbuslinien in Deutschland zu überprüfen, sucht der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. Mobilitäts-Scouts, die durch eine Testfahrt mit dem Fernlinienbus ihre Erfahrungen dokumentieren. Als „Testfahrer“ besonders geeignet sind Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung (Rollstuhlfahrer, Menschen mit Gehbehinderung, Seh- oder Hörbeeinträchtigung). Weitere Infos und Bewerbungsunterlagen für den Testfahrer-Workshop vom 17.-20.3. in Berlin unter:
http://www.bsk-ev.org/aktuelles-presse/news-aktuellespresse/detailed-view/article/bsk-sucht-mobilitaets-scouts-fuer-fernbus-check/



01/2016
SZ-INTERVIEW MIT KIRSTEN EHRHARDT - ein langes Interview unter dem Titel "Werden tausend Schüler dümmer, weil Henri da sitzt?" finden Sie hier:
http://www.sueddeutsche.de/bildung/kampf-fuer-inklusion-werden-tausend-schueler-duemmer-weil-henri-da-sitzt-1.2493888



01/2016
MONITORINGSTELLE ZUM THEMA ZUGÄNGLICHKEIT - Die Monitoringstelle des Deutschen Instituts für Menschenrechte hat die Allgemeinen Bemerkung Nr. 2 des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu Artikel 9 "Zugänglichkeit" jetzt ausführlich kommentiert und auf die nötige Umsetzung in Deutschland hin untersucht:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Weitere_Publikationen/Information_der_Monitoring_Stelle_zur_UN-Behindertenrechtskonvention_Allgemeine_Bemerkung_Nr2.pdf



01/2016
SCHULTERSCHLUSS DER ELTERNSCHAFT - unter diesem Titel haben Eltern, deren Kinder inklusiv beschult werden, und Eltern, deren Kinder eine Förderschule (=Sonderschule) in Norrhein-Westfalen besuchen, Anfang Dezember eine gemeinsame Erklärung abgegeben, die viele interessante Aspekte enthält, die auch für BW wichtig und bedenkenswert sind:
http://www.eine-schule-fuer-alle.info/inklusions-pegel/politik/nordrhein-westfalen/meldung/schulterschluss-der-elternschaft/



01/2016
AMELIES BLOG - Lesenwert: Der Blog der Amelie Ebner, nach einem Skiunfall querschnittsgelähmt, nun kurz vor dem Abitur am Gymnasium.
Die Süddeutsche schreibt über sie: http://www.sueddeutsche.de/bildung/schule-mit-handicap-niemals-abschreiben-1.2809969
Ihren Blog findet man unter http://zweiterfebruar.blogspot.de/



01/2016
UMFRAGE ZU UB - die „Ergebnisse der 3. Bundesweiten Umfrage der BAG UB zur Umsetzung der Maßnahme
„Unterstützte
Beschäftigung“ nach § 38a SGB IX für das Jahr 2014“ liegen jetzt vor: http://bag-ub.de/ub/umfragen



12/2015
DIM ZUM 3. DEZEMBER: Anlässlich des Internationalen Tags für die Menschen mit Behinderung
Anlässlich des Internationalen Tags für die Menschen mit Behinderungen erklärt die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
"Wir erwarten, dass die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention mit Priorität umgesetzt werden. Dazu gehören das Bundesteilhabegesetz, die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes, aber auch die Einführung einer Längsschnittstudie zur Verbesserung der Datenlage, der sogenannte "Disability Survey". Ein Aufschieben oder ein Aufheben dieser Vorhaben aus welchen Gründen auch immer wäre menschenrechtlich unverantwortlich.

Zudem sollte der Entwurf des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, der vergangene Woche in Berlin vorgestellt wurde, intensiv überarbeitet werden. Dieser Entwurf ist sehr enttäuschend, weil er bei vielen Handlungsfeldern, zum Beispiel beim Schutz der Persönlichkeitsrechte, beim Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt, bei der Psychiatrie und der rechtlichen Selbstbestimmung, keine systematische wie überzeugende Antwort auf die drängenden menschenrechtlichen Fragen bietet. Bereits im Mai haben die Vereinten Nationen in ihren Abschließenden Bemerkungen im Anschluss an die Staatenprüfung kritisiert, dass Deutschland die Rechte von Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend achtet."ngen erklärt die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

"Wir erwarten, dass die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention mit Priorität umgesetzt werden. Dazu gehören das Bundesteilhabegesetz, die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes, aber auch die Einführung einer Längsschnittstudie zur Verbesserung der Datenlage, der sogenannte "Disability Survey". Ein Aufschieben oder ein Aufheben dieser Vorhaben aus welchen Gründen auch immer wäre menschenrechtlich unverantwortlich.

Zudem sollte der Entwurf des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, der vergangene Woche in Berlin vorgestellt wurde, intensiv überarbeitet werden. Dieser Entwurf ist sehr enttäuschend, weil er bei vielen Handlungsfeldern, zum Beispiel beim Schutz der Persönlichkeitsrechte, beim Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt, bei der Psychiatrie und der rechtlichen Selbstbestimmung, keine systematische wie überzeugende Antwort auf die drängenden menschenrechtlichen Fragen bietet. Bereits im Mai haben die Vereinten Nationen in ihren Abschließenden Bemerkungen im Anschluss an die Staatenprüfung kritisiert, dass Deutschland die Rechte von Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend achtet."



12/2015
KLARE WORTE ZU WERKSTÄTTEN - 53 Grad hat die UN-Berichterstatterin für Deutschland, die Engländerin Diane Kingston, zu den Aussagen des Fachausschusses in der Staatenprüfung über die geforderte "schrittweise Abschaffung der Werkstätten für behinderte Menschen durch sofort durchsetzbare Ausstiegsstrategien und Zeitpläne sowie durch Anreize für die Beschäftigung bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern im allgemeinen Arbeitsmarkt" befragt.
Leider mit dem Tenor "Wir Werkstätten möchten erhalten bleiben" (was UN-BRK-widrig ist) und "Wir Werkstattbeschäftigten wurden nicht gefragt" (was nicht stimmt), aber Mrs. Kingston lässt sich im Interview nicht die Butter vom Brot nehmen. U.a. in dieser Aussage: "Wenn es in der Frage der Werkstätten keine Fortschritte gibt, dann wird es Empfehlungen geben, die eindeutiger und detaillierter sind, mit klaren Zeitvorgaben. Wir sind kein Gericht, aber ein dauerhaftes Ignorieren der Empfehlungen wäre eine Provokation. Die behinderten Menschen selbst und die Medien werden die Empfehlungen als Prüfstein nutzen und die Regierung unter Druck setzen. Einzelpersonen und Gruppen können zudem ihre Rechte einklagen, zumal die Konvention ja geltendes Recht ist, in diesem Fall das Recht auf die freie Wahl des Arbeitsplatzes unter gleichen Bedingungen."
Lesenswert:
www.53grad-nord.com/663.html



12/2015
INKLUSIONSSTÄRKUNGSGESETZ - Das Deutsche Institut für Menschenrechte begrüßt die aktuelle Gesetzesinitiative Nordrhein-Westfalens, das mit dem „Gesetz zur Stärkung der Sozialen Inklusion in Nordrhein-Westfalen“ die Umsetzungder UN-Behindertenrechtskonvention auf Landes- und kommunaler Ebene voranbringen will. Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte:
„Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat mit der Gesetzesinitiative ein Schlüsselprojekt für die bessere Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht. Das Gesetz hat Vorbildcharakter für andere Bundesländer.“



11/2015
AKTION FÜR BARRIEREFREIHEIT - Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO ruft der Berliner Verein SOZIALHELDEN alle Menschen auf barrierefreie Orte zu kennzeichnen und dafür bei mapmyday.org mitzumachen: einem globalen sozialen Event für mehr Barrierefreiheit.
Start ist der 3. Dezember - der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung.
Mit ein paar Klicks kann jeder auf der Online-Karte wheelmap eintragen, ob die Orte in seiner Umgebung für Rollifahrer zugänglich sind oder nicht.

www.mapmyday.org/


11/2015
INTERESSANT - Im Schuljahr 2015/16 gibt es in BW schon rund 6.000 inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler - im Schuljahr zuvor waren es lediglich halb so viele 3.100.
Außerdem lernen 3.074 Schülerinnen und Schülern mit Behinderung in Außenklassen.
Es gibt also schon jetzt, obwohl das neue Schulgesetz erst einige Monate in Kraft ist, schon fast doppelt so viele inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler als Kinder in Außenklassen.
(Quelle: Kultusministerium)


10/2015
ABSTIMMEN FÜR CAFE COMBA - Im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne Inklusion DUICHWIR gibt es einen Kurzfilmnwettbewerb, an dem auch das Cafe Comba (EFI Karlsruhe) teilnimmt. Jeder YouTube Like bringt das Video weiter nach vorne:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLheL9oVak6KUjnlQ9Lu9f5PCsx7PtHm3D
Gevotet werden kann bis zum 15.11.2015.


10/2015
INKLUSION BEI FACEBOOK - für alle Freunde von facebook hat der Beltz Verlag eine neue Facebookseite "Inklusion in der Schule" erstellt.
https://www.facebook.com/inklusion.schule
Der Verlag, der u.a. auch die Zeitschrift "Gemeinsam leben" herausgibt, stellt dort kontroverse Artikel zum Thema, Praxismaterialien und Tipps von Pädagoginnen und Pädagogen sowie von anderen Leuten aus der Praxis ein.


10/2015
KAMPAGNE GUTES BUNDESTEILHABEGESETZ -
Insgesamt 136 ErstunterzeichnerInnen aus der Politik, der Verwaltung, der Wissenschaft, der Praxis und den Verbänden (u.a. auch Claudia Heizmann und Kirsten Ehrhardt) haben den Appell für eine inklusive Lösung für Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aus einer Hand unterstützt, siehe Anlage.
Der Appell, der vom Netzwerk Artikel 3 koordiniert wird, ist jetzt auch bei change.org unter folgendem Link eingestellt, so dass ihn jede(r) unterstützen kann:

http://tinyurl.com/q4pgdj2

Appell Inklusive Lösung


10/2015
ABSTIMMEN FÜR IGLU -
Das inklusive Wohnprojekt IGLU in Ludwigshafen ist beim Deutschen Engagment Preis für den Publikumspreis 2015 nominiert und braucht, um den wirklich gewinnen, was natürlich toll wäre, jede Stimme.

Hier kann man sie bis zum 31. Oktober abgeben:
https://www.deutscher-engagementpreis.de/mitmachen/publikumspreis/voting-detail/?tx_epawards_voting[awardWinner]=664&tx_epawards_voting[action]=show&tx_epawards_voting[controller]=Vote&cHash=76cae66c9cc3fe1ff9e7dcfabe006cc8

Wer noch mehr über IGLU lesen möchte: http://www.iglu.gemeinsamleben-rheinlandpfalz.de/


10/2015
ANHÖRUNG SCHULGESETZ
http://www.suedkurier.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/Bald-soll-anders-gelernt-werden;art417930,7982201


10/2015
ARBEITSHILFE NORMENPRÜFUNG
die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Insituts für Menschenrechte unterstützt mehrere Bundesländer bei der Überprüfung von Gesetzen und Verordnungen mit Blick auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Normenscreening). Dazu hat sie nun eine Arbeitshilfe veröffentlicht. Mit der Arbeitshilfe können Bundes- und Landesverwaltungen in einem ersten Schritt grob prüfen, ob gesetzliche Regelungen mit der UN-Behindertenrechtskonvention in Konflikt stehen ("Normenkonflikt") oder besondere Fragen aufwerfen und die Rechtsmaterie deshalb einer vertiefenden Prüfung unterzogen werden sollte.
Das Ziel der anschließenden vertiefenden Prüfung besteht dann nicht nur darin, Normenkonflikte zu überwinden, sondern auch den gesetzlichen Rahmen für die Wahrnehmung der Menschenrechte besser auszugestalten.
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Sonstiges/Allgemeines_Pruefraster_Normenpruefung_UN-BRK.pdf


09/2015
SOPHIE - Sophie aus Stuttgart war bereits vor zehn Jahren im Fernsehen zu sehen.
Jetzt ist sie erwachsen und findet ihren Weg.

Hier ist die Fortsetzung der Reportage bei "Gott und die Welt" zu sehen:
Sophie findet ihren Weg - Leben mit Down-Syndrom | www.DownSyndrom21.de
- Dauer: 29:21 von Down-Syndrom News 10.711 Aufrufe
www.youtube.com/watch?v=D1XHYSHPcM0


09/2015
INKLUSIONSMUSICAL IN STUTTGART -
Deutschlands größtes Inklusionsmusical kommt nach Stuttgart. Am 22. September wird das Musical Grand Hotel Vegas in der Liederhalleaufgeführt. Mit dabei sind 6 Stuttgarter Tanzschulen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung seit vielen Monaten für ihren großen Auftritttrainieren. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Es wird umgesetzt von der Patsy & Michael Hull Foundation aus Osnabrück und wird als Gemeinschaftsprojekt mit bundesweit mehr als 30 Tanzschulen in 10 Städten aufgeführt.
https://www.facebook.com/hull.foundation/videos/469986836502846

Ticketshop unter
www.pm-foundation.de/ticketshop
http://www.pm-foundation.de/ticketshop


09/2015
DISKRIMINIERUNG IN DEUTSCHLAND -
Am 1. September hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) die bisher größte Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“ gestartet. Bis zum 30. November können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu ihren selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern. Diese Umfrage, die gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchgeführt wird, soll Diskriminierungen sichtbar machen und klären, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Die Ergebnisse der Umfrage und Handlungsempfehlungen wird die Antidiskriminierungsstelle dem Deutschen Bundestag vorlegen:

www.umfrage-diskriminierung.de


07/2015
EHRENDOKTORIN MIT DOWN-SYNDROM - für eine junge Frau in den USA, die "sich weigerte, gesagt zu bekommen, was sie nicht kann – in jedem Bereich":
http://www.kath.net/news/41233


07/2015
INKLUSION NACH DER GRUNDSCHULE - geht in Offenbach auch an einem katholischen Gymnasium:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/inklusion-in-offenbach-mit-trisomie-21-aufs-gymnasium-13698259.html


07/2015
ALLES LERNEN DÜRFEN, WAS MAN LERNEN KANN: Das ist in Deutschland leider keine Selbstverständlichkeit. In Italien ist man da viel weiter: http://www.welt.de/vermischtes/article144128521/Maedchen-mit-Downsyndrom-legt-Top-Abitur-ab.html


07/2015
ANHÖRUNG ZUM SCHULGESETZ - Der Bildungsausschuss des Landtages hatte eingeladen, auch wir waren dabei:
https://www.landtag-bw.de/cms/home/mediathek/videos.html#mid&eb76919a-00b5-4003-896b-afcab3c18717
Das Statement von Kirsten Ehrhardt für die LAG BW GLGL sehen Sie ab ca. 1:16 h.

Hier auch ein Artikel dazu:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.inklusion-privatschulen-fuehlen-sich-ausgegrenzt.ba9e4cc2-4786-4ed0-90cf-c7d640d2b889.html

07/2015
KIRSTEN EHRHARDT IN DER LANDESSCHAU
- die Sendung vom 2.7. zum Nachsehen:
http://m.ardmediathek.de/Kirsten-Ehrhardt-kaempft-fuer-Inklusion?docId=29365782&pageId=13932928


06/2015
AKTIONSPLAN BW ZUR BRK - viel Lesestoff:
http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Menschen_mit_Behinderungen/Aktionsplan_UN-BRK_2015.pdf#

06/2015
TRAUER UM CHRISTA ROEBKE
Dr. Christa Roebke, eine langjährige Kämpferin und Vordenkerin für Inklusion, Mitgründerin von "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen", ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz, ist tot. Sie starb gemeinsam mit ihrem Mann Wofgang und ihrem Sohn Uli, dem sie so viel ermöglicht hatte, bei einem schweren Autounfall. Hier ein Nachruf von GLGL Bonn und von Jutta Schöler:
https://gl-bonn.de/aktuelles/neuigkeiten/132-trauer-um-dr-christa-roebke

06/2015
INKLUSION IM FUSSBALL - eine sehenswerte Reportage bei Sky ¸ber Fuflballfans mit Handicap und Guildo Horn:

https://docs.google.com/a/kgmediafactory.com/file/d/0B1W5Xn0hR7OZQ2xXRFZOSjBpS1k/edit?usp=docslist_api


06/2015
LACHWITZ-INTERVIEW ZUM INKLUSIVEN ARBEITSMARKT
Über die "abschließenden Bemerkungen" des UN-Fachausschusses zum Thema "Arbeit" hat 53° Nord ein interessantes Interview mit Klaus Lachwitz, dem Präsidenten von Inclusion International geführt, das wir hier abdrucken. Die internationale Behindertenorganisation betreut über 200 Mitgliedsverbände in 115 Ländern und hat ihren Sitz in London. Bis zu seiner Pensionierung 2011 war Klaus Lachwitz Justitiar und Geschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe und aktiv an der Verfassung der UN-Behindertenrechtskonvention beteiligt.
Herr Lachwitz, was kritisiert der Ausschuss zur UN-BRK am deutschen Werkstätten-System?

Der Ausschuss ist „besorgt über die Segregation auf dem deutschen Arbeitsmarkt“. Er bemängelt finanzielle Fehlanreize, die Menschen mit Behinderungen am Eintritt oder am Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt hindern; dazu zähle der Anspruch auf Rente nach 20 Jahren Werkstatt-Arbeit, der gefährdet sei, wenn Beschäftigte vorzeitig die WfbM verlassen. Und der Ausschuss kritisiert, dass die Werkstätten nicht auf den Übergang in den Arbeitsmarkt vorbereiten und ihn häufig unzureichend fördern. Die Zahl der WfbM-Beschäftigten sei in den letzten zehn Jahren gestiegen, die Zahl der Übergänge aber äußerst geringgeblieben. Das sind die Fakten, die der Ausschuss seinen abschließenden Bemerkungen zugrunde gelegt hat. Deutschland, so stellte die Berichterstatterin des Ausschusses fest, sei das Land in Westeuropa, das den am stärksten segregierenden Arbeitsmarkt und ein segregierendes Schulsystem habe. Nirgends gingen so viele Menschen in WfbM und Sonderschulen. In den Abschließenden Bemerkungen ist die Rede von der „schrittweisen Abschaffung der Behindertenwerkstätten“. Wir wissen alle: Von heute auf morgen geht das nicht und das will auch keiner. Aber es muss eine Strategie auf politischer Ebene für einen inklusiven Arbeitsmarkt entwickelt werden. Wenn man die UN-BRK ernst nimmt, dann muss man viel mehr tun, als bisher getan worden ist.

Wie verpflichtend ist die Vorgabe des Ausschusses?
Deutschland hat die UN-BRK ratifiziert. Die Konvention hat damit den Rang eines Bundesgesetzes erlangt. Also ist Deutschland als Vertragsstaat der UN-BRK verpflichtet, sie wie geltendes deutsches Gesetz umzusetzen. Nur, und das ist die Schwachstelle der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen, es gibt kein „Welt-Gericht“, das man anrufen könnte, wenn ein Land die Umsetzung verzögert. Und dennoch gilt: Deutschland muss geltendes Recht so verändern, dass Menschen mit Behinderungen, die bisher in Werkstätten beschäftigt werden, künftig mit entsprechender Unterstützung am allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Die abschließenden Bemerkungen des Ausschusses zur Umsetzung der UN-BRK weisen den Weg, der durch die Konvention vorgezeichnet ist. Deutschland hat sich auf internationaler Ebene dafür ausgesprochen, dass der Ausschuss hochrangig besetzt wird. Dann muss es die Hinweise und Forderungen des Ausschusses auch ernst nehmen. Daran werden wir international gemessen.

Wie lässt sich Ihrer Ansicht nach der Personenkreis der Werkstattbeschäftigten in den Arbeitsmarkt vermitteln?
In England sind alle Behinderten-Werkstätten geschlossen worden. Als ich davon hörte, wollte ich wissen, wie das vonstatten gegangen ist. Zwei Dinge habe ich mir näher angeschaut: Zum einen hat MENCAP, einer der weltgrößten Verbände für Menschen mit einer geistigen Behinderung, der eigene Einrichtungen und Dienste unterhält, eine Fachabteilung eingerichtet, die ausschließlich die Aufgabe hat, Arbeitgeber zu finden, die bereit sind, Menschen mit geistiger Behinderung zu beschäftigen. Die Experten der Fachabteilung sind ständig in Gesprächen mit diversen Unternehmen. Wenn ein Arbeitgeber Distanz signalisiert, wird eine Aufklärungskampagne gestartet und auf gute Praxis-Beispiele verwiesen. MENCAP London ist damit sehr erfolgreich.
Und zum zweiten investiert MENCAP sehr viel, um Menschen mit einer geistigen Behinderung gezielt auf eine Arbeit im ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dazu zählt zum Beispiel das Fahrtraining. Es hat mich tief beeindruckt, eine Gruppe von 30 Menschen mit geistiger Behinderung im Alter zwischen 18 und 30 Jahren zu erleben, die präzise und in leichter Sprache geschult werden, sich im Londoner U-Bahn- und Bussystem zurechtzufinden. Es sind individuelle Trainingsmaßnahmen, denn alle wohnen in verschiedenen Stadtteilen von Groß-London. Wenn sie sich dann allein durch den Londoner Verkehr bewegen können, versucht MENCAP, sie mit Arbeitsassistenz auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Alles Dinge, die so bei uns nicht stattfinden. MENBCAP ist stolz darauf, dass es inzwischen in London gelungen ist, fast alle Werkstatt-Beschäftigten auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.
Die WfbM liegen bei uns oft so, dass man sie nur mit den Fahrdiensten erreichen kann. Das verhindert häufig die Selbständigkeit und Inklusion der Menschen mit Behinderung. Allerdings gibt es dafür auch eine Erklärung. In der Nachkriegszeit gab es für Menschen mit einer geistigen Behinderung kein Recht auf Bildung, keine Arbeit und keine Teilhabe. Die Schaffung von Sonderschulen und „Geschützten Werkstätten“ war deshalb in den 60er und 70er ein großer und ein notwendiger Fortschritt. Aber die Zeiten haben sich gewandelt.

Wie steht es mit dem Wunsch- und Wahlrecht derjenigen, die in der Werkstatt bleiben wollen?
Jeder Mensch muss wählen können, wo und wie er in einem inklusiven Arbeitsmarkt arbeiten will. Das ist die klare Botschaft des Art. 27 UN-BRK. Dieses Wahlrecht aber hat ein Mensch mit geistiger Behinderung meistens nicht. Er ist fast ausschließlich auf die WfbM angewiesen. Eltern sagen oft: „Unsere Töchter und Söhne fühlen sich wohl in der Werkstatt, die Qualität stimmt, sie wollen da bleiben!“ Das ist alles nachvollziehbar, doch es wird oft etwas Entscheidendes übersehen: Um wirklich entscheiden zu können, müssen Menschen mit einer geistigen Behinderung Alternativen kennen! Wenn man nur an eine WfbM herangeführt wird, wie kann man sich dann entscheiden? Die UN-BRK erklärt in Art. 3 in unmissverständlicher Weise, dass zur Menschenwürde die Autonomie eines Menschen gehört, und zwar einschließlich des Rechts, freie Entscheidungen treffen zu können! Entscheiden kann man aber nur, wenn man Alternativen kennt und sie ausprobieren kann. Dazu ein Beispiel: Erst wenn ein Beschäftigter sechs Wochen in einer Bäckerei unter inklusiven Bedingungen, d.h. mit Arbeitsassistenz gearbeitet hat und sich dann mit der Frage befasst, ob er in einer Bäckerei arbeiten oder in die Werkstatt zurückkehren will, ist er dabei, eine wirklich eigene Entscheidung zu treffen. Die Wahlmöglichkeiten auf der Grundlage von Alternativen sind für mich der zentrale Punkt.

Was muss der Gesetzgeber tun und in welchem Zeitraum?
Das ist schwierig zu beantworten. Keine Frage, man braucht sicherlich Jahre, um einen inklusiven Arbeitsmarkt mit alternativen Arbeitsmöglichkeiten aufzubauen. Außenarbeitsplätze der WfbM sind ein wichtiger erster Schritt, aber sie müssen perspektivisch in reguläre Arbeitsplätze umgewandelt werden können. Es müssen Modelle erprobt werden, wie man das seinerzeit mit dem Persönlichen Budget getan hat. Arbeitsassistenten müssen geschult und Arbeitgeber müssen qualifiziert werden. Dazu bedarf es öffentlicher Mittel. Es geht vor allem um die praktischen Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zu erlangen. Natürlich muss man sich auch Gedanken darum machen, wie Fehlanreize gestoppt werden könnten und Alternativmodelle der sozialen Sicherung und Altersversorgung, wie sie zur Zeit bei einer WfbM-Beschäftigung gewährt werden, diskutieren. Und einführen. Für ganz entscheidend halte ich, dass ein bedarfsdeckendes Persönliches Budget für Arbeit in viel größerer Form als bisher zur Verfügung gestellt wird. Dann könnte der Mensch mit Behinderung frei entscheiden, ob er das Budget verwendet, um sich z.B. Arbeitsassistenz auf dem freien Arbeitsmarkt zu beschaffen, oder ob er den Geldbetrag für einen Werkstattplatz verwenden will. Geld ist ein wichtiges Steuerungsmittel. Das wissen wir doch alle! Wenn das ernsthaft überlegt würde, käme einiges in Bewegung, da bin ich mir sicher.
Der Gesetzgeber muss schon deshalb etwas tun, weil sich seit der Ratifikation der UN-BRK durch Deutschland im Jahr 2008 kaum etwas verändert hat. Es kann nicht sein, dass Maßnahmen wie die Unterstützte Beschäftigung letztlich nur in kleinem Maße greifen. Man muss eine Stufe tiefer ansetzen und ein Bewusstsein bei Arbeitgebern schaffen, dass es sich lohnt, Menschen mit einer geistigen Behinderung zu beschäftigen. Dies setzt voraus, dass die notwendige Arbeitsassistenz und die Errichtung behindertengerechter Arbeitsplätze mit öffentlichen Mitteln unterstützt wird. Außerdem sollte erwogen werden, Zielvorgaben ins Gesetz schreiben: dass zum Beispiel Arbeitgeber besonders gefördert werden, die Kooperationsverträge mit Werkstätten abschließen, dass die Schaffung von Außenarbeitsplätzen oder die Umwandlung von Außenarbeitsplätzen in reguläre Arbeitsverhältnisse innerhalb bestimmter Fristen besonders honoriert werden, dass Maßnahmen gefördert werden, die es zum Beispiel Werkstätten in Ballungsgebieten ermöglichen, selbst Teil eines inklusiven Arbeitsmarktes zu werden, indem sie sich öffnen und Konzepte für eine gemeinsame Beschäftigung von behinderten und nichtbehinderten Menschen entwickeln. Das System der Beschäftigung von Menschen mit einer geistigen Behinderung ist erstarrt. Es bedarf der Flexibilisierung nicht gegen, sondern unter Einbeziehung der Werkstätten. Alles andere ist unrealistisch und demotiviert alle Beteiligten. Aber der Gesetzgeber kann Druck erzeugen und sollte dies auf positive Weise tun, indem er die Werkstattträger nicht allein lässt, bei der Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen mit Zuschüssen unterstützt und notwendige Trainingseinheiten und Qualifizierungsmaßnahmen finanziert. Deutschland hat die UN-BRK ohne Vorbehalt ratifiziert, auch um im Ausland als Vorzeigeland glänzen zu können. Doch wenn es um die Umsetzung der UN-BRK im Arbeitsleben geht, dann taucht Deutschland ab.

Und was bedeutet das für die aktuelle Reform des Bundesteilhabegesetzes?
Als vor 15 Jahren das SGB IX verabschiedet wurde, hat man frühzeitig erkannt, dass das zersplitterte Rechte der Rehabilitation und Teilhabe nur vereinheitlicht werden kann, indem auch viele andere Gesetze geändert werden. Es wurde deshalb ein Gesetzespaket geschnürt, das zum Beispiel auch umfassende Änderungen des Sozialhilferechts enthielt. Wenn das geplante Bundesteilhabegesetz auch die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben regeln und den Inhalt des Art. 27 UN-BRK umsetzen soll, dann muss der Gesetzgeber erneut ein umfassendes Gesetzeswerk präsentieren, das zum Beispiel auch auf Veränderungen der im SGB IX und in der Werkstättenverordnung geregelten Vorschriften für die WfbM zielt und zum Beispiel den Übergang aus der WfbM in einen inklusiven Arbeitsmarkt mit in den Fokus des Reformvorhabens „Bundesteilhabegesetz“ stellt. Wir benötigen ein umfassendes Gesetzespaket, das die Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes in viel stärkerem Maße fördert und unterstützt als das, was wir bisher an rechtlichen Regelungen vorfinden.
Tiefgreifende Veränderungen, wie sie die UN-Konvention einfordert, benötigen politische Mehrheiten und breite Unterstützung. Insbesondere aus der "Betroffenenszene" heraus müssen sich gemeinsam mit den Leistungsanbietern neue Initiativen entwickeln. Das ist ein schwieriger Prozess. Gibt es in Deutschland bei den Trägern der Behindertenhilfe die gleiche Bereitschaft wie bei MENCAP in London, die Dinge in die Hand zu nehmen und Widerstände auszuhalten? Solange man in Deutschland viele Familien nicht davon überzeugen kann, dass alles dafür getan wird, alternative Arbeitsplätze im freien Markt zu schaffen, die wirklich "inklusiv" und genauso gut unterstützt und sozial gesichert sind wie der Platz in der Werkstatt, wird sich wenig bewegen. Deshalb ist ein umfassendes Bundesteilhabegesetz so wichtig.

Quelle: 53° Nord Agentur und Verlag, Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen, Kassel

06/2015
INKLUSIONSRAP - "Inklusion bringt den Flow - hebt eure Hände hoch" haben Lisa Reimann von www.inklusionsfakten.de und der Rapper Graf Fidi ihren Inklusions-Rap genannt, der pünktlich zur Preisverleihung des Jakob-Muth-Preises für inklusive Schulen fertig geworden ist:
http://inklusionsfakten.de/inklusion-bringt-den-flow/#more-1483

06/2015
SZ-INTERVIEW MIT KIRSTEN EHRHARDT - ein langes Interview unter dem Titel
"Werden tausend Schüler dümmer, weil Henri da sitzt?" finden Sie hier:
http://www.sueddeutsche.de/bildung/kampf-fuer-inklusion-werden-tausend-schueler-duemmer-weil-henri-da-sitzt-1.2493888

05/2015
HENRI - DAS BUCH
Am 11.5. ist Kirsten Ehrhards Buch "Henri" erschienen.

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Henri-Ein-kleiner-Junge-veraendert-die-Welt/Kirsten-Ehrhardt/e475446.rh


Schon vor dem Erscheinungstermin war das Medienecho groß:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/henri-mit-down-syndrom-besucht-jetzt-eine-realschule-a-1032911.html
http://www.welt.de/vermischtes/article140748537/Henri-und-der-aussichtsreiche-Kampf-fuer-Inklusion.html
http://www.news4teachers.de/2015/05/down-syndrom-kind-henri-mutter-veroeffentlicht-buch-ueber-inklusion/

05/2015
KEINE WEICHEN HIN ZU EINEM INKLUSIVEN SCHULSYSTEM GESTELLT - auch nicht in Rheinland-Pfalz, trotz Schulnovelle - darauf weist "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" Rheinland-Pfalz anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung noch einmal eindrücklich hin, auch in leichter Sprache:
Übersetzung
Stellungnahme

04/2015
INKLUSION SCHAFFEN WIR - ist der Titel einer neuen Kampagne von "miteinander e.V." aus Köln:
http://www.inklusion-schaffen-wir.de/
Claudia Heizmann und Kirsten Ehrhardt zeigten sich solidarisch und machten auf der REHAB ein Foto mit der Schablone, mit deren Hilfe man das Motto überall hinsprayen kann:

UNSERE PRESSEERKLÄRUNG ZUR STAATENPRÜFUNG - Dringenden Handlungsbedarf sieht der UN-Fachausschuss bei der Umsetzungder Behindertenrechtskonvention BRK in Deutschland. Dieses Ergebnis der Staatenprüfung ("Concluding observations"), das am Freitagveröffentlicht wurde, kommt nicht überraschend. Vor allem bei der Bildung gab es für Deutschland eine deutliche Rüge: Die UN erwartet von Deutschland, sofort eine Strategie mit Zeitzielen zu entwickeln, um ein inklusives Bildungssystem in hoher Qualität zu schaffen - und zwar verbindlich und einklagbar in allen Bundesländern.Dazu gehört auch, das sagt der Ausschuss ganz klar, der Abbau des Sondersystems - "scale down segregated schools", um Inklusion überhaupt erst zu ermöglichen. "Das ist auch eine Rüge für die Landesregierung", kommentiert Claudia Heizmann, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" die klaren Worte aus Genf. "Dennzeitgleich zur Erklärung des UN-Fachausschusses plant die Landesregierung unverdrossen weiterhin ein Schulgesetz, in dem von einem Abbau des Sonderschulsystems nicht die Rede ist." Es findet sich darin auch keine Spur eines gesteuerten Tranformationsprozesses weg von der Separation hin zur Inklusion. Heizmann: "Damit bleibt Baden-Württemberg weit hinter den Vorgaben aus Genf zurück. Niemand kann jetzt noch sagen, er habe das bei der Gesetzesnovellierung nicht gewusst!"

04/2015
ERGEBNISSE DER STAATENPRÜFUNG - Der UN-Fachausschuss hat seine "concluding observations" veröffentlicht - und Deutschland so einige Kritik ins Stammbuch geschrieben:
Convention

04/2015
BILDUNG IM UN-FACHAUSSCHUSS - das CRPD-Committee hat am 15.4. über die eingegangenen Stellungnahmen diskutiert, auch über die unseres GLGL-Bundesnetzwerks:
http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/CRPD/Pages/DGDontherighttoeducationforpersonswithdisabilities.aspx

04/2015
ZDF zum WELT-AUTISMUS-TAG - Die Berichte können in der ZDF Mediathek angeschaut werden:
http://www.zdf.de/volle-kanne/praxis-taeglich-autistische-arbeitnehmer-leistungsfaehig-in-der-richtigen-umgebung-37851798.html
Und hier der Infotext zur Sendung:
http://www.zdf.de/volle-kanne/praxis-taeglich-autistische-arbeitnehmer-leistungsfaehig-in-der-richtigen-umgebung-37851798.html?mediaType=Artikel
(Zum Starten des Videos aufs Bild klicken)

04/2015
700.000 € für MODELLPROJEKTE - stellt das Sozialministerium BW zur Verfügung. Bis Mitte Juni 2015 können sich Selbsthilfeorganisationen,Behinderteneinrichtungen, Kommunen, Vereine und Initiativen um eine Förderung im Rahmen von „Impulse Inklusion“ bewerben. Das Programm läuft bis Ende 2016. Ein Schwerpunkt liegt auf Projekten, die den Inklusionsgedanken in den Bereichen „Selbstbestimmtes Wohnen und Nachbarschaft“ aufgreifen und damit neue Wege des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderungen außerhalb stationärer Angebote beschreiten. Wichtig ist auch, dass in den geförderten Projekten Menschen mit und ohne Behinderungen die Projekte im Sinne einer Teilhabe in allen Lebensbereichen gemeinsam entwickeln, planen, durchführen und auswerten:
Ausschreibung
Förderaufruf
Bewerbung

04/2015
HANDBUCH ERSCHIENEN - Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist ein Handbuch zur Behindertenrechtskonvention erschienen. Herausgegeben wurde es (neben Elke Diehl) von Prof. Dr. Theresia Degener, einer sehr engagierten Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und Mitglied im UN-Ausschuss. In der Schriftenreihe ist es Band 1506, hier kann man es bestellen:http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/202216/handbuch-behindertenrechtskonvention

04/2015
WAS LÄUFT SCHIEF - bei der Umsetzung der Inklusion in Deutschland?
Interessante Diskusionssendung ("Campus und Karriere") im Deutschlandfunk u.a. mit Dr. Valentin Aichele und Eva-Maria Thoms:

http://www.deutschlandfunk.de/note-mangelhaft-was-laeuft-schief-bei-der-umsetzung-der.680.de.html?dram:article_id=315468


04/2015
ZSL-AKTION ZUM 5.5. - Das Zentrum Selbstbestimmt Leben in Stuttgart möchte alle Mitstreiter für die Rechte behinderter Menschen auf eine Aktion hinsichtlich des Protestages am 05. Mai in Stuttgart aufmerksam machen: "Nachdem das Bundeskabinett beschlossen hat, die 5 Milliarden Euro Zuschuss für die Kommunen nicht zweckgebunden für die Eingliederungshilfe zur Verfügung zu stellen, sehen wir die Umsetzung für ein modernes Bundesteilhabegesetz in Gefahr.
Wir möchten deshalb mit einer Protestaktion am Stuttgarter Schlossplatz auf die aktuellen Entwicklungen zum Teilhabegesetz aufmerksam machen.
Geplant ist außerdem, dass bundesweit von allen ZsL’s ähnliche Aktionen stattfinden werden. Wir sind ebenfalls bemüht den Landesbeauftragten für behinderte Menschen Gerd Weimar für die Aktion zu gewinnen.
„Versprochen ist Versprochen … Keine Haushaltstricks auf Kosten der Teilhabe behinderter Menschen“.

Dienstag, 05. Mai 2015, Schlossplatz Stuttgart
Nähere Details (z.B. Uhrzeit und Ablauf der Veranstaltung) teilen wir Ihnen zu gegebener Zeit mit.
Um ein möglichst breites Bündnis zu schaffen, laden wir Sie herzlich ein an dieser Aktion teilzunehmen.
kuebler@zsl-stuttgart.de
http://www.zsl-stuttgart.de


03/2015
STAATENPRÜFUNG IM INTERNET - am 26.+27.03.
Die Staatenprüfung der UN kann im Internet live verfolgt werden unter
www.treatybodywebcast.org und zwar am Donnerstag, 26. März von 15-18 Uhr und am Freitag, den 27. März, von 10-13 Uhr. Das Deutsche Institut für Menschenrechte informiert über Twitter, die Aktion Mensch über Facebook und Twitter und die BRK-Allianz auf kobinet. Die Anhörung der Zivilgesellschaft am Donnerstag vormittag ist nicht öffentlich und wird nicht im Netz übertragen. Die Concluding Observations für Deutschland werden am 13. April beschlossen.


03/2015
COOLER KURZFILM der Aktion Mensch: "Begegnung"
https://www.aktion-mensch.de/begegnung.html

03/2015
ÜBER DEN EINFLUSS DER SONDERPÄDAGOGIK - Interessantes Interview im bildungsklick mit der Pädagogik-Professorin Dagmar Hänsel

04/2015
FOCUS ÜBER TAMINA UND TATJANA TEUFEL - guter Artikel im focus online unter der Überschrift:
"Zankapfel Inklusion: So kämpft eine Mutter darum, dass ihre Tochter ein normales Leben führen darf":

http://www.focus.de/familie/schule/im-fall-tamina-teufel-mutter-kaempft-um-normalitaet-fuer-geistig-behinderte-tochter_id_4553023.html


04/2015
WIE SIEDLER VON CATAN - hübscher Kommentar in der taz zum Thema inklusive Bildung in Deutschland:

04/2015
LISA REIMANN - hat einen (halb ironischen) Brief an den UN-Fachausschuss zu Artikel 24 BRK geschrieben:

04/2015
PARALLELBERICHT MONITORINGSTELLE - Darin kritisiert die Monitoringstelle des Deutschen Instituts für Menschenrechte u.a. die Antworten der Bundesregierung zur inklusiven Bildung im Rahmen der Staatenprüfung

04/2015
KIRSTEN JAKOB IM NACHTCAFE - am Freitag, 6.3., 22 Uhr im SWR Fernsehen zum Thema "Leben mit Behnderung - immer noch Barrieren?"

04/2015
INKLUSIONSBOTSCHAFTER GESUCHT - und zwar von der ISL, nach dem Motto: "Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion“

04/2015
BETEILIGUNGSPORTAL - Die Anhörungsfassung zum neuen Schulgesetz ist jetzt im Internet eingestellt.

04/2015
RÜCKBLICK - auf eine Woche voller Peinlichkeiten und Merkwürdigkeiten. Unserer Presseerklärung vom 28.2.:

04/2015
KRITIK AN IQ-TEST - Ein lesenswertes Papier

04/2015
STAATENPRÜFUNG - Die BRK-Allianz, hat eine Presseerklärung veröffentlicht

04/2015
ZUKUNFTSPLANUNG - Der Sammelband "Zukunftsplanung als Schlüsselelement von Inklusion – Praxis und Theorie personenzentrierter Planung" ist jetzt erschienen:

04/2015
BERICHTERSTATTUNG zum Gesetzentwurf mit unseren Anmerkungen

02/2015
GESETZENTWURF IM MINISTERRAT - Der Ministerrat hat den Gesetzentwurf zur gesetzlichen Regelung inklusiver Bildungsangebote in BW zur Anhörung freigegeben:
Vergleich Inklusionsindex

EINIGUNG ÜBER KOSTEN - Kurz vor knapp, einen Tag vor der Kabinettsvorlage, hat das Land mit den Kommunalen Landesverbänden eine Einigung erzielt

UNSERE PRESSEERKLÄRUNG: LAG BW GLGL begrüßt Urteil, LAG BW GLGL entschieden gegen Schwerpunktschulen

KREIS MUSS KOSTEN TRAGEN -
Der Landkreis Tübingen ist mit seiner Berufung vor dem Landessozialgericht gescheitert. Hier die Pressemeldungen

INKLUSION IST DER SCHLÜSSEL - Interview mit Verena Bentele in der Südwestpresse

BRANDEINS ZU SELBSTBESTIMMUNG - Das Wirtschaftsmagazin Brandeins stand in seiner ersten Ausgabe 2015 ganz unter dem Thema "Selbstbestimmung"

02/2015
WAHLRECHT FÜR ALLE - Anlässlich der Bürgerschaftswahl am 15. Februar in Hamburg fordert die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die Länder auf, das Wahlrecht zügig nach den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention
auszugestalten.
Das Wahlrecht muss dringend auf alle Erwachsenen mit Behinderungen ausgeweitet werdenì, erklärt Valentin Aichele, Leiter der
Monitoring-Stelle. Noch immer könnten nicht alle Menschen mit Behinderungen in Deutschland an einem zentralen Vorgang der
demokratischen Willensbildung teilhaben. Das gelte auch für Hamburg.
Aktuelle Wahltermine verstreichen, ohne dass die Länder ihr Wahlrecht an die Behindertenrechtskonvention angepasst habenì, kritisiert Aichele. Ein trauriges Ergebnis nahezu sechs Jahre nach Inkrafttreten der Konvention für Deutschland. Die diskriminierenden Klauseln in den
Gesetzen der Länder und des Bundes müssten zügig gestrichen werden. Dass abgewartet werde, was in der vom Bundesministerium f¸r Arbeit und Soziales beauftragten Studie zum Wahlrecht herauskommt, bewertet die Monitoring-Stelle als Verzögerungstaktik und menschenrechtlich nicht vertretbar.
Laut Monitoring-Stelle betreffen die gesetzlichen Ausschlüsse Personen, bei denen die Betreuung in allen Angelegenheiten angeordnet wurde und Menschen mit psycho-sozialen Beeinträchtigungen, die sich aufgrund einer strafgerichtlichen Anordnung im Maflregelvollzug befinden, also eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und deswegen dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.
Es ist davon auszugehen, dass Deutschland für dieses schwerwiegende Umsetzungsdefizit schon im März dieses Jahres von den Vereinten Nationen gerügt wird, gab die Monitoring-Stelle weiter zur Kenntnis. Deutschland werde am 26./27. März 2015 durch das unabhängige UN-Gremium zur UN-Behindertenrechtskonvention geprüft.


02/2015
INDEX CONTRA LEITFADEN - ein interessanter Blick über den Tellerrand: Das Netzwerk Inklusion Bayern hat den internationalen Inklusionsindex mit dem bayerischen Inklusionsleitfaden verglichen. Zweiter kommt dabei nicht besonders gut weg.
Vergleich Inklusionsindex

09/2014
INTESSANT FÜR LEHRER und alle, die es werden wollen: das neue Buch von Krämer-Kilic, Inge; Albers, Tina; Kiehl-Will, Afra; Lühmann,Silke
(Hrsg.): Gemeinsam besser unterrichten – Teamteaching im inklusiven Klassenzimmer. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr, 2014 – ISBN
978-3-8346-2510-6 – 16,95 €
Jutta Schöler schreibt dazu in einer Rezension: "Dieses Buch kann ich allen Lehrerinnen und Lehrern sowie allen, die in der Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen beteiligt sind, sehr nachdrücklich empfehlen. Hilfreich für alle Erwachsenen, die in der Schule arbeiten, ein MUSS für diejenigen, die im inklusiven Unterricht mit dem Ziel arbeiten: Keinen zurücklassen, alle in ihrer Verschiedenheit akzeptieren."



09/2014
RETTET DIE INKLUSION hat Brigitte Schumann ihren neuen Beitrag im "Bildungsklick" überschrieben. Für sie ist die nach wie vor konstante bzw. sogar steigende Separationsquote der eigentliche Lackmustest für den Fortschritt der Inklusion.

http://bildungsklick.de/a/92095/rettet-die-inklusion/


08/2014
LESENSWERT ist der Reader der Gruppe Inklusionsbeobachtung (GIB) in Hessen zum Thema Inklusion - Ratgeber für Eltern:
Reader Inklusion



08/2014
KABINETTSVORLAGE PASSIERT MINISTERRAT - Die Landesregierung hat jetzt die Eckpunkte zur Inklusion beschlossen und dem Kultusministerium den offiziellen Auftrag erteilt, das zu tun, was die LAG BW GLGL schon vor zwei Jahren getan hat: Ein inklusives Schulgesetz zu erarbeiten. Was lange währt, wird endlich gut??? Schau'n wir mal, aber GANZ genau!
http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/Eckpunkte+zur+Inklusion/?LISTPAGE=131491



07/2014
ENTWURF L-BGG -
Der Ministerrat hat den Entwurf zur Neufassung des Landes-Behindertengleichstellungsgesetzes (L-BGG) zur Durchführung des Anhörungsverfahrens frei gegeben. Bis 5. September können wir dazu unsere Stellungnahme abgeben. Das wird die LAG BW GLGL auch tun. Anregungen dafür gerne an unsere Projektleiterin unter beratung@lag-bw.de
Entwurf LBGG
Begründung LBGG
Synopse Anhang LBGG



07/2014
PETITION TEILHABEGESETZ - und zwar nicht am St.-Nimmerleins-Tag, sondern JETZT:
https://www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt



07/2014
LANDESINKLUSIONSPREIS KRITISIERT
Die Juryentscheidung für den Landesinklusionspreis ist ohne Dr. Alexandra Palzer (Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V.) und Britta Schade (Zentrum selbstbestimmt Leben e.V.) gefällt worden. Beide hatten sich aus der Jury zurückgezogen, weil sie feststellen mussten, dass die meisten Projekte, die zur Auswahl standen, dem Anspruch des Inklusionspreises nicht gerecht werden.
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29875/


07/2014
ZSL ZU INVESTITIONSFÖRDERUNG FÜR BEHINDERTENEINRICHTUNGEN
ein kritischer Kommentar von Britta Schade, Zentrum selbstbestimmt Leben, Stuttgart:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29857/



07/2014
LEHRER MIT DOWN-SYNDROM
Seine Familie hat lange in den USA gelebt, dort wurde er von seinen Eltern sehr unterstützt und hat seinen Highschool-Abschluss und ein Diplom gemacht. Heute unterrichtet Tobias Wolf an einer Montessori-Grundschule Englisch. Übrigens ganz normal bezahlt, wie alle externen Dozenten dort. Der MDR hat einen kleinen Film über ihn und seine Arbeit gedreht:
http://www.youtube.com/watch?v=feuP5TLuFi4

Tobias Wolf ist übrigens einer der sieben jungen Leute, die in dem Buch "Was soll aus diesem Kind bloß werden?" von Holm Schneider portritiert werden, das im Neufeld-Verlag erschienen ist.
http://www.neufeld-verlag.de/de/was-soll-aus-diesem-kind-bloss-werden.html



07/2014
STANDARDS ZUR PARTIZIPATION
Das NETZWERK ARTIKEL 3 hat in einer neuen Handreichung ein Paket von insgesamt 10 Maßnahmen für eine verbesserte Partizipation für Menschen mit Behinderungen und ihre Selbstvertretungs-Organisationen vorgelegt.
Diese Maßnahmen reichen von der gesetzlichen Verankerung der Partizipation in einem neuen Abschnitt im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) bis hin zur Gründung einer eigenen Selbstvertretungs-Organisation von Kindern mit Behinderungen. Titel der Handreichung, die finanziell durch die Aktion Mensch gefördert wurde:

"Nichts über uns ohne uns - Von der Alibi-Beteiligung zur Mitentscheidung!".
Sie kann man auf der Seite www.netzwerk-artikel-3.de downloaden.



07/2014
KEIN GUTES HAAR lässt der Deutsche Städtetag an den Eckpunkten der Stuttgarter Landesregierung für ein neues inklusives Schulgesetz.
Für uns nicht akzeptabel ist, dass und wie der "Fall Henri" vom Städtetag in seiner Stellungnahme politisch benutzt wird:
Zum einen wird argumentiert, hier sei nun das bislang sehr weit gefasste Elternwahlrecht eingeschränkt worden. Das ist natürlich nicht der Fall, denn verschwiegen wird, dass ein Staatliches Schulamt am Gymnasium die inklusive Gruppenlösung installieren wollte und nicht Eltern sich einfach mal diese Schule frei ausgesucht haben.
Zum zweiten wird die Stoch-Entscheidung dafür benutzt, nun auch für Baden-Württemberg ein System der Schwerpunktschulen wie in Rheinland-Pfalz zu fordern. Das ist natürlich für die Kommunen viel billiger, es ist aber nicht das, was wir als LAG BW GLGL wollen und für
konform mit der Behindertenrechtskonvention halten. Denn unseren Kindern wird dann weiterhin versagt, in ihrer "community", in der Gemeinschaft vor Ort, aufzuwachsen so wie andere Kinder auch.
Bislang haben sich auch SPD und Grüne in BW immer gegen Schwerpunktschulen ausgesprochen, und wir halten es für extrem wichtig, dass das auch so bleibt und die Regierungsparteien dem Druck des Städtetages hier auf keinen Fall nachgeben. Denn dann entfernen wir uns mehr von einer inklusiven Gesellschaft als dass wir ihr näher kommen.

Eckpunkteentwurf zur Inklusion an Schulen
Städtetagebewertung der ministeriellen Eckpunkte



07/2014
ARGUMENTATIONSHILFE für den inklusiven Unterricht: "Gemeinsam leben" Hessen hat hierzu ein lesenswertes Papier veröffentlicht. Tenor: "Inklusion hat Vorteile für Schüler mit und ohne Behinderung":

Vorteile Inklusion für alle


06/2014
FOTOWETTWERB INKLUSION - "Dein Bild von Inklusion" heißt der Fotowettbewerb, an dem sich junge Leute noch bis Ende Juli mit ihren eigenen Fotos beteiligen können:

Flyer Fotowettbewerb



06/2014
REFORM DER BERUFLICHEN BILDUNG - Um den Reformprozess in der beruflichen Bildung in Richtung Inklusion voranzubringen, hat die Bertelsmann Stiftung das Programm "Chance Ausbildung" aufgelegt:
http://www.chance-ausbildung.de/



05/2014
PRIMUSSCHULE BERG-FIDEL - Die Vision des längeren gemeinsamen Lernens ist wahr geworden: Die Grundschule Berg Fidel wird ab August offiziell als Primus Modellschule in NRW an den Start gehen und darf von Klasse 1-10 unterrichten.
Die Politik hat ihr Jawort gegeben!

Um die Schule zu unterstützen, gibt es ab sofort eine Crowdfunding Aktion:
www.visionbakery.com/Primus

Die Laufzeit beträgt 50 Tage bis zum 03.08.2014 00:00:00 Uhr.
Die Primus Schule erhält das Geld nur, wenn das finanzielle Ziel von 12.000 € (plus Visionbakery-Kosten) erreicht ist!



05/2014
LAG-FESTSCHRIFT - zu unserem 25jährigen Jubiläum 2014 ist eine 100seitige Festschrift erschienen, die Sie - solange der Vorrrat reicht - für 5,- Euro (Selbstkostenpreis) plus 1,45 Euro Porto bestellen können unter: beratung@lag-bw.de. Wir schicken sie Ihnen dann zu.



05/2014
ZSL FORDERT SCHULGESETZ - Das Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart fordert, nun zügig eine Schulgesetzänderung für Inklusion anzugehen:
Pressemitteilung


05/2014
INFO ÜBER HENRI - Rotraut Engler-Soyer von der Elterninitiative Rhein-Neckar hat einen Info-Brief nur über Henri zusammengestellt - sehr lesenwert, zum Beispiel der Beitrag von Hans Wocken.
Beitrag


05/2014
GÜNTHER JAUCH - die Sendung vom 18.5. mit Kirsten Ehrhardt u.a. zum Thema
"Mit Down-Syndrom aufs Gymnasium - freie Schulwahl für behinderte Kinder?"
können Sie hier nachhören:
http://daserste.ndr.de/guentherjauch/guentherjauch428.html


05/2014
BESSER LERNEN - Wissenschaftler vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) kommen einem Bericht von SPIEGEL ONLINE zufolge zu dem Schluss, dass Kinder mit Förderbedarf mehr und besser lernen, wenn sie mit nichtbehinderten Kindern gemeinsam unterrichtet werden.

Mehr dazu bei kobinet:
http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/29419/


04/2014
JAN TANZT AUS DER REIHE - ein Filmtipp zum Thema "Arbeit":
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/menschen_hautnah/videojantanztausderreihewieeinbehinderteraltenmenschenhelfenwill100.html


04/2014
AUFTAKT STAATENPRÜFUNG - Am Montag, dem 14. April, findet in Genf der Auftakt zur Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) statt. In einer vorbereitenden Sitzung des Fachausschusses wird zunächst die Frageliste (die sogenannte "List of Issues") für Deutschland zusammengestellt. Die Zivilgesellschaft in Form der BRK-Allianz und die Monitoring-Stelle haben am Montagvormittag die Gelegenheit, kurz ihre Sicht auf die Umsetzung der Konvention darzulegen. Anschließend werden sie von den Ausschussmitgliedern intensiv befragt, bevor die Frageliste dann endgültig beschlossen wird. Im Vorfeld zu dieser Sitzung wurden bereits Vorschläge für eine Frageliste an den Fachausschuss unterbreitet:

http://tbinternet.ohchr.org/_layouts/treatybodyexternal/SessionDetails1.aspx?SessionID=911&Lang=en

Für die BRK-Allianz ist eine kleine Delegation von Mitgliedern der Koordinierungsgruppe vor Ort. Sie wird dort auch Gelegenheit haben, mit der für Deutschland zuständigen Länderberichterstatterin, Diane Mulligan aus Großbritannien, zu sprechen. Die deutsche Bundesregierung hat nach Übermittlung der Frageliste drei Monate Zeit, schriftlich zu antworten. Die BRK-Allianz und die Montoring-Stelle können anschließend wieder zu diesem Dokument Stellung nehmen, bevor im September 2014 die eigentliche Staatenprüfung beginnt.
Ein genaues Datum dafür steht jedoch noch nicht fest. In der BRK-Allianz haben sich Anfang 2012 insgesamt 78 Organisationen zusammengeschlossen, die im Wesentlichen das Spektrum der behindertenpolitisch arbeitenden Verbände in Deutschland repräsentieren.

Eine Liste dieser Organisationen ist unter www.brk-allianz.de einzusehen.
Die Allianz hat einen Parallelbericht erstellt und begleitet das Staatenberichtsprüfungsverfahren.


04/2014
LOTSEN UND LOTSINNEN - Das Zentrum Selbstbestimmt Leben eV. in Stuttgart bietet unter dem Titel „Lotsinnen und Lotsen für Menschen mit Behinderung“ eine Weiterbildung für Menschen mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung an, gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung.
Im ersten Abschnitt der Schulungen geht es darum, eigene Stärken und Kompetenzen herauszuarbeiten, sich mit der Geschichte der Behindertenbewegung und der eigenen Einstellung zu Behinderungen auseinanderzusetzen und einen Überblick zu Themen der Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und des Sozialrechts zu bekommen.
Im zweiten Abschnitt der Schulungen werden die Teilnehmenden konkret beim Aufbau und der Ausübung ihrer Tätigkeit als Lotsinnen und Lotsen unterstützt und begleitet.

Flyer


03/2014
INKLUSION AUF DER DIDACTA - Tanzende Schülerinnen der GMS Bad Boll - und Jutta Hönes, Anleiterin, und Laura Brückmann, Tänzerin, mitten drin.

Zu sehen hier:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/leinfelden-echterdingen-inklusion-war-thema-beim-auftakt-der-didacta/-/id=1622/did=13100340/nid=1622/hdsmtj/


03/2014
GERD WEIMER MAHNT - In seiner Pressemitteilung zu "5 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland" hat der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen gemahnt:
„Die Umsetzung braucht mehr Zeit als erwartet, Menschen mit Behinderungen wollen aber jetzt und heute inklusiv leben" und "Wir brauchen zusätzliche Lehrerstellen für die Inklusion".
Die inklusionsfeindliche Haltung des Gymnasiums Walldorf nennt er ein "fatales Signal und eine große Enttäuschung".

Fünf Jahre UN-Konvention


03/2014
INKLUSIVE SCHULGESETZE - FEHLANZEIGE IN DEUTSCHLAND!
"Inklusive Bildung - Schulgesetze auf dem Prüfstand" heißt die neue Studie des Instituts für Menschenrechte.
Die Autoren, die Juristen Sven Mißling und Oliver Ückert, attestieren allein den Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die ersten notwendigen Gesetzesänderungen in Angriff genommen zu haben. Aber: "Kein Land erfüllt alle im Recht auf inklusive Bildung angelegten Kriterien". Am wenigsten Aktivität fanden die Juristen vor allem in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Wie wenig in fünf Jahren wirklich passiert ist, zeigt die Statistik. Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist zwar der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Förderbedarf, die an deutschen Regelschulen unterrichtet werden, von 18,4 auf 28,1 Prozent gestiegen. Aber offensichtlich nur, weil mehr Kindern das Etikett "Förderbedarf" verpasst wurde. Denn der Anteil der Kinder an Förderschulen (in Baden-Württemberg noch "Sonderschulen" genannt, hat sich so gut wie gar nicht verändert: 4,9 Prozent waren es im Jahr 2008/2009, 4,8 Prozent 2012/2013.

Vorabfassung Studie


03/2014
BONNER ERKLÄRUNG - Am Ende des Unesco-Gipfels zur inklusiven Bildung in Bonn wurde eine Erklärung verabschiedet. Die Kernaussage ist nicht wirklich überraschend: "Im Vergleich mit vielen seiner europäischen Nachbarn hat Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf bei der Schaffung inklusiver Bildungsangebote."
http://www.unesco.de/home.html


03/2014
INKLUSION AM GYMNASIUM - darüber wurde jetzt auch im SWR-Fernsehen ausführlich berichtet:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/rhein-neckar/down-syndrom-inklusion-walldorf-gymnasium/-/id=1652/did=13070084/nid=1652/1sjvccy/index.html


03/2014
INTERESSANTE INKLUSIONS-IDEEN - Marion Detjen ist Historikerin an der Humboldt-Univerität zu Berlin:

http://blogs.faz.net/10vor8/2014/03/03/wohin-nur-mit-den-behinderten-kindern-die-loesung-fuer-ihre-beschulung-koennte-einfach-sein-760/


03/2014
BIOMARKT GEIST WIEDER AUSGEZEICHNET - und wir freuen uns wie immer mit unseren langjährigen Mitgliedern:
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-897A0705-68FE41F8/bst/hs.xsl/nachrichten_120394.htm

Brigitte und Roland Geist aus Östringen schreiben: "Wir wollen keine Auszeichnungen sammeln. In diesem Fall haben wir uns auf einer Landkarte der guten Beispiele eingetragen und völlig überraschend und unerwartet ging es wieder nach Berlin. Es war dann eine schöne Veranstaltung mit für uns vielen interessanten Kontakten."


03/2014
SYLVIAS LEBENS-OASE - Ein Filmtipp: Silvia mit Down-Syndrom hat sich mit einem Imbiss in Rüsselsheim selbständig gemacht. Doch die Kunden bleiben aus. Schauen Sie doch mal in der Darmstädter Str. 57 vorbei ...

www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernsehen/video/aus-fuer-silvias-lebens-oase-clip


03/2014
INKLUSION VERHINDERT? - STRAFE!
Interessant: Die neue Studie des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte zum Recht auf Bildung von Menschen mit Behinderungen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat einige Hintergrundinformationen zusammengestellt, die wichtigsten Inhalte beleuchtet und die offizielle Zusammenfassung und Empfehlungen der Studie ins Deutsche übersetzen lassen, weil es die Studie selbst nur in Englisch gibt.
Für uns ein "Highlight": Die Regelungen in Belgien: Wer absichtlich Inklusion in der Schule verhindert, dem drohen strafrechtliche Konsequenzen! Das wäre doch mal was in BW... (Absatz 63 der Studie des OHCHR: "Belgian anti-discrimination law includes criminal sanctions for intentional refusal or reasonable accommodation, which is mandatory in the area von education").
Hier die Information im Download:

www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle/publikationen.html


03/2014
PIZZA MIT HERZ UND HANDICAP - Im Wirtshaus "Locanda dei Girasoli" in Rom gibt es zum Essen noch ein menschliches Plus – alle Kellner sind Menschen mit dem Down-Syndrom. Den Gästen gefällt es, denn der Service ist nicht nur flott, sondern auch ganz besonders herzlich.

http://video.tagesspiegel.de/pizza-mit-handicap-und-herz.html


02/2014
BAUSTELLE INKLUSION - Auch fast fünf Jahre nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im März 2009 ist der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung in vielen Bundesländern noch eine große Baustelle.
Auch die Kostenfrage ist weiterhin häufig umstritten, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa Mitte Februar ergab.

Quelle: http://bildungsklick.de/a/90459/inklusion-in-vielen-laendern-noch-baustelle/


02/2014
INKLUSIV UNTERWEGS - um "Arbeit mit inklusiven Gruppen in Schule, Bildung, Freizeit und Alltagssituationen" geht es im Seminarbaukasten Inklusion an der Evangelischen Akademie Bad Boll am 22. und 23. Mai. Auch für den Folgebaustein "Methodenkompetenz" am 10. und 11. November 2014 können sich alle, die in Unterricht, Ganztagesschule, Jugendhilfe, Jugendgruppen mit Kindern oder Jugendlichen mit Behinderung ehrenamtlich oder professionell arbeiten, gleich mit anmelden.

Weitere Informationen unter:
www.ev-akademie-boll.de/index.php?id=142&tagungsid=330314



02/2014
KOSTENSCHÄTZUNG UND -VERTEILUNG - Professor Klaus Klemm hat für NRW ein Kostengutachten für inklusive Bildung erstellt. Nun gilt es sich über die Kostenverteilung zwischen Land und Kommunen zu einigen - dort wie hier in BW!

www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/28714/



02/2014
JAKOB-MUTH-PREISTRÄGER - der Hamburger Schulleiter im ZEIT-Interview. Mit wichtigen Aussagen über Ausstattungen, "starke Schüler" und ihre Bedeutung für die Inklusion und Gymnasien als "inklusionsfreie Zonen".

www.zeit.de/2014/06/inklusion-schule-lernen-erfolg/seite-1



02/2014
INKLUSION - GEFÄLLT MIR! - Das ist das Motto der Do-it-yourself-Poster-Aktion des Deutschen Down-Syndrom-Infocenters zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März.
"5 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland" steht auch auf den Plakaten, die das Infocenter aus den von den Eltern eingesandten Fotos kostenlos layoutet. Mit den daraus erstellten pdf-Dateien können die Eltern dann Postkarten oder Plakate drucken lassen. WIR sind übrigens auch an diesen Dateien interessiert:
Wer uns sein Plakat digital schickt, der findet es am 21.3. auf dieser Webseite in einer Bildergalerie!
www.ds-infocenter.de



02/2014
PERSÖNLICHES BUDGET IN LEICHTER SPRACHE - Gut zu wissen und zu verstehen! Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine
Broschüre zum Persönlichen Budget in einfacher Sprache veröffentlicht. Vorgestellt werden 54
Beispiele aus dem Alltag.

Mehr dazu unter:
www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a757e-best-practice-einfache-sprache.html?cms_et_cid=2&cms_et_lid=9&cms_et_sub=DE/Service/Publikationen/a757e-best-practice-einfache-sprache.html



02/2014
HOCHSCHULDIPLOM MIT DOWN-SYNDROM - Elisabeth "Lilly" Kopetzky aus Österreich hat das geschafft - vor allem wegen des Engagements ihrer Eltern. Der ORF-Beitrag ist eine Hommage an die kürzlich verstorbene Mutter Erna, die uns allen mal wieder zeigt, dass es darum geht, Menschen "mit dem gewissen Etwas" viel mehr zuzutrauen.

https://www.youtube.com/watch?v=o0Wbg2cnkOc&feature=youtube_gdata_player





02/2014
IM ELTERNSEMINAR - "Eine positive Zukunft planen" von PARTcipation am 15./16.3 und 22./23.3.2014 gibt es noch freie Plätze für Eltern von Kindern mit Behinderung. Seminarort ist München.

Elternseminar Info
Anmeldung


02/2014
FÜR MEHR POWER - führt die ISL in Mainz kostenlose, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte, Empowerment-Schulungskurse in Mainz durch. Menschen mit verschiedenen Behinderungen und chronischen Erkrankungen mit unterschiedlichem Hintergrund werden hier jeweils an vier Wochenenden dabei unterstützt und geschult, sich zu stärken und ein kleines Projekt im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sowie der Menschenrechte zu entwickeln.

ISL Schulungsangebot



01/2014
STAATENPRÜFUNG - Im September 2014 wird die Bundesrepublik Deutschland vor einem Fachausschuss der UN Rechenschaft ablegen müssen über den Stand der Umsetzung der Inklusion. Österreich wurde gerade geprüft - und gerügt!

Dazu ein Artikel von Brigitte Schumann:
http://bildungsklick.de/a/90051/wie-weit-ist-deutschland-mit-der-inklusion/



01/2014
URTEIL ZU FINANZIERUNG VON INTEGRATIONSHELFERN in NRW - interessant:
Eine aktuelle Entscheidung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen.

www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/28524/



01/2014
VERENA BENTELE ist neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Die blinde Biathletin stammt aus Lindau am Bodensee:

www.behindertenbeauftragte.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2014/PM1_Bestellung.html



01/2014
SOUVENIR - WEGE ZUM GLÜCK: Der Trailer zum spannenden Projekt "Souvenir" von Christiane Joost-Plate ist online. Die gesamte Dokumentation erscheint voraussichtlich im Mai 2014 auf DVD.

Mehr Informationen zu HIS 3 aus Hannover gibt es unter www.InkluVision.info.

www.videorauschen.de/Trailer/Souvenir_Wege_zum_Glueck.html



01/2014
QUARKS UND CO - und hier der komplette WDR-Beitrag über Inklusion und Bildung, für den es schon viel Lob gab. Zu Wort kommt dort übrigens auch die Professorin Kerstin Merz-Atalik (PH Ludwigsburg).

www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks_und_co/videoquarkscoinklusionbehinderteslernen100.html



01/2014
FERNSEHTIPP - 30 Jahre Inklusion: Quarks & Co besucht eine Schulklasse in Südtirol und fragt Schüler, Lehrer und Eltern, ob sich die Idee der Inklusion im Schulalltag bewährt hat.

www.wdr.de/tv/quarks/global/Preview-Videos/inklusion_001.jsp



12/2013
PFLICHTQUOTE ERFÜLLT - Die Landesverwaltung will mit gutem Beispiel vorangehen und künftig mehr schwerbehinderte Menschen einstellen, und zwar über die Pflichtquote von 5 Prozent, die bereits erfüllt ist, hinaus. Und wie sieht es in IHREM Betrieb aus?

Pressemitteilung



12/2013
POSEIDON-FORSCHUNGSPROJEKT - es soll die Lebenssituation von Menschen mit Down-Syndrom verbessern. Es geht um die Entwicklung eines technischen Assistenzsystems, das Menschen mit Down-Syndrom eine größere Unabhängigkeit ermöglicht und die Teilhabe an der Gesellschaft unterstützt.
Für das internationale Projekt sucht das Berliner Institut für Sozialforschung Eltern/Verwandte oder Personen, die professionell mit einer Person mit Down-Syndrom zu tun haben, und bittet sie, bis zum 10.1.2014 bei einer Online-Befragung mitzumachen:

www.bis-berlin.de/poseidon/fragebogen=de



12/2013
STIFTUNG KINDERLAND - fördert innovative pädagogische Konzepte bzw. Angebote zur außerfamiliären Betreuung von Kindern bis zum 3. Lebensjahr in Baden-Württemberg.
Einer der Schwerpunkte ist in der Ausschreibung der inklusive Ansatz in der Kleinkindbetreuung (Punkt 2c der Ausschreibung):

www.stiftung-kinderland.de/programme/ausschreibungen/aktuelle-ausschreibung/ausschreibung-innovative-paedagogische-angebote-der-ausserfamiliaeren-bildung-betreuung-und-erziehung-fuer-kinder-unter-3-jahren.html



12/2013
PINGUIN ERKLÄRT INKLUSION - eigentlich erklärt es Markus Kurth (MdB für Bündnis 90/ Die Grünen) mit Hilfe eines Plüsch-Pinguins. Eine nette Idee und ein nettes Video:

http://www.youtube.com/watch?v=4mfERN9328s&feature=c4-overview-vl&list=PL58F454F6201F5B20





12/2013
WER IST SCHON PERFEKT? - Besondere Schaufensterpuppen in der Züricher Bahnhofstrasse
und ein besonderes Video "Pro Infirmis - Wer ist schon perfekt?"
http://www.youtube.com/watch?v=vf55LVk4ek4&feature=youtu.be




12/2013
LOTTA WUNDERTÜTE - unser ultimativer Buchtipp (nicht nur) für Last-Minute-Weihnachts-geschenke: "Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl" von Sandra Roth. Die bewegende Geschichte von Lotta - süß und schwerbehindert - und ihrer Familie. Unsere Lieblingsstelle im Buch ist, als die Kindergartenleiterin sagt: "Wir sind von der Inklusion überzeugt. Ich sehe da gar keinen Diskussionsbedarf.
Bei einem Regenbogen frage ich auch nicht: Muss gelb unbedngt noch sein? Rot und blau reichen doch schon. Gelb gehört eben auch dazu." (Kiepenheuer und Witsch)



12/2013
PFLICHT NICHT KÜR - LAG BW GLGL-Projektleiterin Kirsten Ehrhardt sprach in ihrer Funktion als Vorsitzende der Elterninititiative Rhein-Neckar an der Grundschule ihres Sohnes in Walldorf.
Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete:
www.rnz.de/WieslochWalldorf/00_20131206060030_
109872115_Inklusion_sollte_die_Pflicht_nicht_die_Kuer_se.html



12/2013
KVJS-FORSCHUNGSPROJEKT - zur Inklusion im Kindergarten und in der Schule. Nun wurden die Ergebnisse auf einer Fachtagung vorgestellt. Interessante Zahlen, Fakten und Fragestellungen zu den Themen Eingliederungshilfe und dem notwendigen strukturellen Umbau unseres Bildungssystems.
Die Dokumentation des Fachtages finden Sie unter:
www.kvjs.de/soziales/aktuelles-service/tagungsunterlagen/fachtag-inklusion-2013.html



12/2013
AKZEPTANZ UND SKEPSIS - Eine deutliche Mehrheit der Baden-Württemberger ist laut einer Umfrage für gemeinsames Lernen behinderter und nicht behinderter Schüler. Zugleich zweifeln zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) daran, dass die Politik die erforderlichen finanziellen Mittel dafür bereitstellt.
Mehr zu den Zahlen der VBE-Umfrage unter:
www.vbe-bw.de/wDeutsch/vbe_aktuell/meldungen/2013_11_28_LPK.php?navid=22



11/2013
ENTTÄUSCHUNG - BW verschiebt Schulgesetz, nun zum dritten Mal! "Die Vereinten Nationen drängeln seit langem: Doch die sogenannte Inklusion behinderter Schüler löst eine Kostenlawine aus. Land und Kommunen schieben sich den Schwarzen Peter zu - und das Projekt kommt nicht voran" schreibt die Stuttgarter Zeitung:
http://m.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.inklusion-behinderter-schueler-baden-wuerttemberg-verschiebt-gesetz.c335fa4d-a613-4538-a5c4-87376e20eb2d.html


11/2013
SCHULE WILL INKLUSION - In Stuttgart möchte die Johannes Brenz Schule, staatlich anerkannte evangelische Grundschule mit Hort, ab dem Schuljahr 2014/15 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen. Dem Kollegium aus Lehrern, Fachlehrern und sozialpädagogischen Fachkräften werden dann auch Sonderpädagogen angehören.

Nähere Auskünfte gibt die Schulleiterin Ruth Lemaire,
Tel: 0711/ 222656, info@jbs-stuttgart.de, www.jbs-stuttgart.de



11/2013
LUDWIGSBURGER ERKLÄRUNG
- hier die Resolution, die auf dem Inklusionstag 2013 in Ludwigsburg verfasst wurde und zur Unterschrift auslag. Wer sie noch unterzeichnen möchte, möge sie ausdrucken, unterschreiben und schicken an:
Prof. Jo Jerg, Ev. Hochschule Ludwigsburg, Paulusweg 6, 71638 Ludwigsburg.

Lesen Sie hier:
Ludwigsburger Erklärung / Inklusionstag 2013



11/2013
SCHULGESETZ RHEINLAND-PFALZ - ein Entwurf und die Stellungnahme der LAG Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Rheinland-Pfalz e.V.. Kernpunkt auch hier: Nur die Abkehr vom Doppelsystem innerhalb eines klar diefinierten Tranformationszeitraums zugunsten eines inklusiven Schulystem ist völkerrechtskonform!

Mehr dazu hier:
Stellungnahme



11/2013
KEINE SELEKTION MEHR - Inklusion und Selektion im Schulwesen schließen sich aus.
Hier ist ein Paradigmenwechsel im Bildungswesen notwendig, dafür plädiert der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) in seinen "7 Kernforderungen an die Bildungspolitik":

www.youtube.com/watch?v=oJS7xuLNe1Q

Keine "Defizitvermeidungsstragie" mehr, sondern Schüler als "Fähigkeitenwesen" wahrnehmen
- schöne Formulierungen!



11/2013
GEHT NICHT GIBT'S NICHT - Ein Schüler mit Down-Syndrom aus Herbsleben lernt an einer regulären Erfurter Berufsschule. Die Thüringer Allgemeine hat ihn an einem normalen Schultag begleitet:

www.badlangensalza.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Schueler-mit-Down-Syndrom-aus-Herbsleben-lernt-an-Erfurter-Berufsschule-404607895



11/2013
SWR 2-FORUM "Besteht die inklusive Schule den Praxistest?" war das Thema einer ziemlich theoretischen Diskussionsrunde aus Mössingen. Es diskutierten: Prof. Dr. Kerstin Merz-Atalik – Erziehungswissenschaftlerin, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Willi Rudolf – Behindertenbeauftragter im Landkreis Tübingen, Thomas Stöppler – früherer Vorsitzender des Verbandes Sonderpädagogik e.V. Baden-Württemberg.

www.swr.de/swr2/service/audio-on-demand/audio-on-demand-podcasts/-/id=661264/nid=661264/did=1698672/mpdid=2222376/1j8j9qf/index.html



11/2013
INKLUSIONSSONG - schon gehört? Die Frankfurter Band "Blind Foundation":
www.youtube.com/watch?v=PWF37F2fbak



11/2013
FILMTIPP SOMMERCLUB - Einen wunderschönen kleinen Film mit dem 12-jährigen Mädchen April (mit Charge-Syndrom) inmitten ihrer Schulfreundinnen gibt es bei zdf tivi im Internet zu sehen:
www.tivi.de/tiviVideos/kanal/906578?view=flash



11/2013
LANDESINKLUSIONSPREIS BW - Vorbilder sollen ausgezeichnet werden, in den Kategorien „Wohnen“, „Arbeiten“, „Freizeit, Kultur und Sport“ sowie „Bildung und Erziehung“.
Bewerben können sich Einzelpersonen und Organisationen. Mitglied der Jury ist übrigens auch Dr. Alexandra Palzer.

Landesinklusionspreis BW



11/2013
FRANKFURTER ERKLÄRUNG - darin appellieren die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder appellierten an die Verhandlungspartner in den Koalitions-Arbeitsgruppen von CDU, CSU und SPD, der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weitere Impulse zu geben.

Lesen Sie hier mehr:
Pressemitteilung



11/2013
ALPHABET - ist ein absolut sehenswerter Dokumentarfilm des Österreichers Erwin Wagenhofer. Untertitel: "Angst oder Liebe". Wer unser Bildungssystem schon immer kritisch gesehen hat, wird nach dem Film garantiert noch kritischer sein. Auch Pablo Pineda Ferrer kommt zu Wort und ist einfach nur großartig!

www.alphabet-derfilm.at



10/2013
ACHTUNG: INKLUSIONSBREMSE! Dass die Schuldenbremse der Landesregierung nicht zur Inklusionsbremse werden darf, hat jetzt Gerd Weimer, der Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, gemahnt:
"Die aktuelle Diskussion um die Einsparung von Lehrerstellen ist einseitig und verkennt, dass inklusive Schulen nicht zum Nulltarif zu haben sind" sagt er ganz in unserem Sinne. Wir freuen uns über Gerd Weimers Vorstoß!

Hier die Pressererklärung
und seinen Brief an den Ministerpräsidenten .



10/2013
BESCHULUNGSBÖRSE - die gibt es jetzt nach Karlsruhe und Freiburg auch in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Elterninitiative Rhein-Neckar "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" aus Heidelberg hat sie jetzt mit gutem Medienecho gestartet, um Eltern, die mit ihren Kindern inklusive Wege in der Schule gehen wollen, rechtzeitig zu vernetzen. Verantwortlich für die Börse ist Vorstandsmitglied und Inklusionsberater Holger-Wallitzer Eck.

www.elterninitiative-rhein-neckar.de/schule_beschulungsboerse.htm



10/2013
INKLUSIONSINITIATIVE - für mehr betriebliche Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen: Eine solche haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Spitzenverbände der Wirtschaft, der DGB, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag, die Integrationsämter der Länder, die Verbände der Menschen mit Behinderungen und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen jetzt vereinbart.

Mehr dazu hier:



10/2013
GUTER WILLE - allein genügt nicht! So heißt ein Artikel in der September-Ausgabe der GEW-Zeitschrift "bildung & wissenschaft", der sich mit der Inklusionsrealität in Baden-Württemberg beschäftigt:
http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary_32200/Inklusion.pdf


10/2013
NRW-INKLUSIONSGESETZ: In NRW gibt es ab dem kommenden Schuljahr für Kinder mit Behinderung ein Recht auf gemeinsamen Unterricht - allerdings zunächst nur in den Klassen 1 und 5. Der Düsseldorfer Landtag hat das Gesetz zur Inklusion mit den Stimmen der rot-grünen Koalitionsfraktionen beschlossen. Mehr zur Debatte erfahren Sie hier:
http://blogs.nw-news.de/blog_pfitzner/blog/2013/10/18/nrw-verankert-schulische-inklusion/

Die LAG NRW von Gemeinsam leben - gemeinsam lernen wertet das als ersten Schritt, als ein längst überfälliges Startsignal, erneuert aber auch ihre scharfe Kritik am Gesetz:
http://www.gemeinsam-leben-nrw.de/content/startsignal-fuer-inklusion-9-schulrechtsaenderungsgesetz



10/2013
FORSEA-FORDERUNGEN für Koalitionsverhandlungen: Forsea, der Bundesverband Forum selbstbestimmter Asisstenz für behinderte Menschen e.V., hat sich mit einem Offenen Brief an die Parteien gewandt. Unter der Überschrift "Die zwei Gesichter bundesdeutscher Politik für Menschen mit Behinderung" enthält er u.a. detaillierten Forderungen für ein Bundesteilhabegesetz, das der UN-Konvention wirklich gerecht wird.

Den Brief lesen Sie hier.



10/2013
LEICHTE NACHRICHTEN gibt es auf www.nachrichtenleicht.de.
Zielgruppen sind z.B. Menschen mit Migrationshintergrund, die noch keine so großen Deutschkenntnisse haben, oder Menschen mit Lernbehinderung. Die Seite wird vom Deutschlandfunk betrieben und behandelt alle Themen einer "normalen" Nachrichtensendung oder -seite.


10/2013
FINNLAND IN SÜDTIROL
hat die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz ihren Artikel über eine Bildungsreise nach Südtirol in der Zeitschrift "Bildung & Wissenschaft" überschrieben. Lesenswert, finden wir.

Finnland in Südtirol



10/2013
PROBLEMFALL TEILHABE
- auf die Problematik der Teilhabeassistenz bei inklusiver Beschulung hat "gemeinsam leben hessen" in einer Stellungnahme im Rahmen des UPR-Verfahrens (periodisches Überprüfungsverfahren der Menschenrechtssituation in Deutschland durch den UN-Menschenrechtsrat) hingewiesen. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Nationale Menschenrechtsinstitutionen waren aufgerufen, zu diesem Verfahren eigene Berichte einzureichen - in französischer Sprache.
Hier die Stellungnahme in der deutschen Fassung:

Bericht UNHCR



09/2013
BEWUSSTSEINSBILDUNG ist nötig bei Verwaltungen und Gerichten:
Die Monitoringstelle zur UN-Konvention fordert qualifizierte Fortbildungsprogramme. Das Ziel: Barrieren in den Köpfen abbauen:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/aktuell/news/meldung/archive/2013/september/article/pressemitteilung-monitoring-stelle-zur-un-behindertenrechtskonvention-fordert-qualifizierte-fortbil.html?tx_ttnews[day]=30&cHash=490a99897da69097de0252b0a9f28081



09/2013
MEHR MUT - und mehr Entschlossenheit fordert die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention anlässlich der Bundestagswahl 2013:
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/aktuell/news/meldung/archive/2013/september/article/pressemitteilung-mehr-mut-mehr-entschlossenheit-empfehlungen-der-monitoring-stelle-zur-un-behind.html?tx_ttnews%5bday%5d=09&cHash=da56085cb3710e3312c89a8ef8e74887



09/2013
PETITION - "Ja zur Inklusion - Nein zum "hess"lichen Gesicht der Inklusion" ...
... heißt eine Petition, die sich auf die Situation in Hessen bezieht, die aber alle, die es wichtig finden, gerne unterzeichnen können unter
https://secure.avaaz.org/de/petition/JA_zur_Inklusion_Nein_zum_hesslichen_Gesicht_der_Inklusion/?kN



09/2013
GRUSELIG - ist das Inklusions-"Schwarzbuch", ...
... das die Gruppe Inklusionsbeobachtung in Hessen unter Beteiligung von "Gemeinsam leben Hessen" herausgegeben hat. Unsere Projektleiterin Kirsten Ehrhardt war bei der Pressekonferenz in Darmstadt und empfiehlt: Unbedingt lesen! So darf es in BW auf keinen Fall werden, denn mit der Umsetzung der UN-Konvention hat das nichts zu tun.
http://www.gib-hessen.de/



09/2013
ENGAGIERT - so setzt sich Brigitte Schumann wieder für Inklusion ein. ...
... In diesem Aufsatz geht es ihr um die Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt soziale und Emotionale Entwicklung:
http://bildungsklick.de/a/88843/inklusion-ja-aber-nicht-fuer-alle/